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            <title>FLINTA-Vollversammlung 2024: Anträge</title>
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                <title>FLINTA-Vollversammlung 2024: Anträge</title>
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                        <title>V5: Antrag auf Unterstützung des Kaufs eines Mietshauses in Berlin zur Umwandlung in ein landeseignes Frauenhaus</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/antrag-auf-kauf-eines-mietshauses-in-berlin-zur-umwandlung-in-ein-land-3474</link>
                        <author>FLINTA-Konferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für mehr Frauenhäuser in Berlin! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterstützung des Kaufs einer Leerstands-Immobilie oder Umwidmung einer landeseignen Immobile in ein landeseigenes Frauenhaus im Rahmen des neuen Gewaltschutzgesetztes.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir befürworten die wirtschafliche und juristische Prüfung der Möglichkeit und wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit des Ankaufs eines geeigneten Immobilienobjektes zur Schaffung eines landeseigenen Frauenhauses in Berlin.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 16:14:30 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L01: Wir verdienen mehr! Für einen feministischen Arbeitsmarkt</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/wir-verdienen-mehr-fur-einen-feministischen-arbeitsmarkt-54469</link>
                        <author>FLINTA-Konferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, liegt in Deutschland bei 18 Prozent.<a href="#_ftn1">[1]</a> Von unfairer Entlohnung und ungleicher Behandlung auf dem Arbeitsmarkt sind Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Personen (FLINTA) besonders betroffen. FLINTA arbeiten häufiger in Berufen, die strukturell schlechter bezahlt werden und übernehmen seltener Führungspositionen. Sie erledigen mehr unbezahlte Sorgearbeit und nehmen aufgrund von Schwangerschaften und Kindererziehung häufiger längere Auszeiten aus dem Erwerbsleben. Sie arbeiten häufiger in Teilzeit oder in Minijobs. All das wirkt sich negativ auf die finanzielle Selbstständigkeit von FLINTA aus und sorgt dafür, dass sie häufiger von Altersarmut betroffen sind. Doch ohne die Erwerbsarbeit und Care-Arbeit von FLINTA würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass gute Arbeit endlich auch gut entlohnt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>FLINTA verdienen mehr – im Bund und in Berlin</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unklare Gehalts- und Beförderungsstrukturen befördern den Gender Pay Gap. Wenn Gehaltsstrukturen und -verhandlungen, sowie Beförderungen undurchsichtig sind, haben FLINTA weniger Informationen und Möglichkeiten, faire Gehälter zu fordern. Fehlende Transparenz bei der Tarifeinstufung oder generell fehlende Tarifbindung sowie faktische Entgeltungleichheit werden als Individualproblem ausgelegt, obwohl sich dahinter Strukturen abbilden, die echte Lohngerechtigkeit verhindern. Das Entgelttransparenzgesetz muss in seiner Grundstruktur erheblich verbessert und auch endlich umgesetzt werden und Unternehmen auch kleinerer Betriebsgrößen zur proaktiven Lohntransparenz verpflichten. Deswegen unterstützen wir das Vorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die EU-Entgelttransparenzrichtlinie zügig und umfassend in nationales Recht zu überführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ungleich verteilte Sorgearbeit ist auch heute noch ein geschlechterbasiertes Problem. FLINTA sind häufiger in Teilzeitbeschäftigung tätig oder unterbrechen ihre Karrieren, um sich um Familie und Kinder zu kümmern. Das führt zu geringen Verdienstmöglichkeiten und wirkt sich negativ auf die Rente für FLINTA aus. Obwohl sich viele Familien Fürsorge- und Erwerbsarbeit gleichberechtigt aufteilen wollen, gilt bei der Steuer nach wie vor das Modell: ein Elternteil verdient das Geld, der zweite Elternteil bleibt zuhause und kümmert sich um die Care-Arbeit.<br><br>
Das Ehegattensplitting ist ungerecht sowie unzeitgemäß und muss reformiert werden. <strong>A</strong>ktuell ist die Steuerersparnis umso höher, je größer der Einkommensunterschied zwischen den Ehepartner*innen und je höher das gemeinsame Einkommen ist. Somit fördert das Ehegattensplitting Alleinverdiener-Haushalte mit hohen Einkommen und stellt eine große Hürde für die Erwerbstätigkeit von Frauen dar. Sie arbeiten häufiger in Teilzeit oder Minijobs und erzielen damit ein niedrigeres Lebenserwerbseinkommen. Dies führt zu einem erhöhten Armutsrisiko im Alter oder nach einer Trennung. Auch bildet das Ehegattensplitting die vielfältigen Formen partnerschaftlichen Zusammenlebens nicht ab. Die Reform soll das Ehegatten-Splitting durch eine Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag ersetzen. Alleinerziehende (Ein-Eltern-Familien), die sowohl das Familieneinkommen erwirtschaften als auch die Familiencare-Arbeit leisten, werden aktuell durch die Eingruppierung in die Steuerklasse 2 benachteiligt. Auch für sie müssen grundlegende Veränderungen, die die Abschaffung der Steuerklasse 2 nicht ausschließen, geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statt eine Brücke zu Vollbeschäftigung zu schaffen, sind Teilzeit und Minijobs zu Dauerbeschäftigungen gewachsen. Die Zahl der Minijobs beträgt deutschlandweit über 6,4 Millionen. Mehr als zwei Drittel betreffen Frauen. Insbesondere Alleinerziehende sind davon betroffen. Wichtige Hebel hiergegen sind die Reformierung von Steuervorteile bei Minijobs und den Einbezug in die Sozialversicherung gesetzlich zu regeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>FLINTA haben beim Sprung in die Selbständigkeit mit mehr Herausforderungen zu kämpfen als Männer. Hierzu tragen nicht nur traditionelle Rollenbilder, die Frauen als Chefinnen nicht vorsehen, bei. Auch die Tatsache, dass für FLINTA eine Familiengründung in Selbständigkeit mit wesentlich höheren Hürden verbunden ist als für Männer, spielt eine entscheidende Rolle. Dass während des Mutterschutzes Kund*innen zu anderen Anbieter*innen wechseln, lässt sich kaum verhindern - dies führt jedoch dazu, dass viele selbständige FLINTA kaum Elternzeit nehmen können, um so schnell wie möglich nach dem Mutterschutz wieder ihre Arbeit aufzunehmen. Damit FLINTA in dieser Situation nicht ihre Selbständigkeit aufgeben müssen, muss es dringend flexiblere Kinderbetreuungsmöglichkeiten auch für einzelne Tage oder wenige Stunden auch für sehr kleine Kinder vor dem Eintritt in die Kita geben. Es ist problematisch, dass selbständige Menschen nicht automatisch in die gesetzlichen Krankenversicherungen einzahlen (können), die ja Mutterschaftsgeld als Versicherungsleistung tragen. Wir unterstützen deshalb die Forderung nach einer Bürgerversicherung und die Forderungen der Initiative &quot;Mutterschutz für alle&quot;.<br>
Darüber hinaus braucht es zusätzlich Lösungswege, die die wirtschaftlichen Gefahren für das Unternehmen während des Mutterschutzes über spezielle, finanziell leistbare Ausfallversicherungen abwenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Vergleich zum Gender-Pay-Gap fällt der Pension-Pay-Gap noch viel dramatischer aus. Langfristige Verbesserungen könnten die Ursachen beheben, aber das betrifft vor allem zukünftige Generationen. Auf viele Frauen aus den Babyboomer-Jahrgängen wartet dagegen eine Rente unter dem Existenzminimum. Das bedeutet, dass viele von ihnen auf Transferleistungen angewiesen sein werden oder von der Versorgung in einer „Ernährer-Ehe“ abhängig bleiben. Wir brauchenmutige Reformen des Rentensystems: Zum Beispiel durch eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung für ALLE, ergänzt durch eine einkommensabhängige verpflichtende Versicherung, in die ALLE einzahlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gendergerechte Ausbildung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Berufswahl und Verteilung in verschiedenen Branchen wird stark von patriarchalen Strukturen beeinflusst. Berufe, die als &quot;Frauenberufe&quot; gelten, werden in diesen Strukturen oft abgewertet und schlechter bezahlt. Wenn verschiedene Geschlechter dazu neigen, unterschiedliche Berufe zu wählen, die unterschiedlich bewertet und bezahlt werden, verstärkt das die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein wichtiger Beitrag für eine gendergerechte Ausbildung beginnt schon bei der Berufsorientierung. Hier ist es notwendig, gezielt Mädchen und junge FLINTA für Ausbildungsberufe, die momentan noch männerdominiert sind, anzusprechen und sie für diese zu begeistern. Es sollte mehr (bezahlte) Praktika und einzelne Mitlauftage geben, damit verschieden Berufe kennengelernt werden können. Die Zusammenarbeit der Schulen mit den Jugendberufsargenturen muss ausgebaut werden, sodass Berufsberater*innen von der Jugendberufsargenturen mit festem Arbeitsplatz in den Schulen in mehreren Beratungsgesprächen Beziehungsarbeit leisten können und z.B. Schüler*innen an Betriebe vermitteln können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern außerdem genügend betriebliche Ausbildungsplätze zusätzlich zum neuen Gesetz zur Ausbildungsgarantie (April 2024). Dies wird durch eine Umlagefinanzierung bewerkstelligt, bei der alle Betriebe, die nicht ausbilden, eine Umlage in einen Fonds einzahlen, der dann neue, weitere Ausbildungsplätze schafft und gleichzeitig die ausbildenden Betriebe entlastet. So gibt es mehr ausbildende Betriebe und die Qualität der Ausbildungen steigt, weil z.B. bessere Vergütung möglich ist und überbetriebliche Ausbildungsstätten finanziert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Berlin gibt es die Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung, ein sehr sinnvolles und hilfreiches Konzept, das derzeit noch recht unbekannt ist. Durch eine Umbenennung kann sie attraktiver und bekannter gestaltet werden. Wir fordern außerdem eine Orientierungsausbildung, bei der man die Branche und Berufliche Schulen, Oberstufenzentren, kennenlernt, aber sich noch nicht für eine Ausbildung entscheidet. Durch Zentrale Tage der offenen Tür in den Oberstufenzentren und organisierte, begleitete Teilnahme von Schüler*innen der allgemeinbildenden Schulen können diese Art von Angeboten besser an die Schüler*innen getragen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>FLINTA in männerdominierten Berufen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir brauchen dringend mehr Handwerker*innen und FLINTA sind die größte Potenzialgruppe. Um FLINTA für den Handwerksberuf zu begeistern, braucht es mehr Vernetzung unter den Frauen, Sensibilisierung bei den bisher männlich dominierten Betrieben und gezielte Berufsorientierung. Zudem braucht es Beschwerdestrukturen für Antidiskriminierung und für Probleme im Betrieb. Dabei sollte alles zentral über eine Stelle laufen, damit diese auch bekannt wird und sich etabliert. Es braucht auch eine zentrale Beratungsstelle (z.B. für Azubis mit Kind, oder Hilfe bei Bürokratie), die über das Azubiwerk läuft. Dieses wollen wir analog zum Studierendenwerk aufbauen. Das Azubiwerk soll außerdem Wohnraum akquirieren, um die Wohnungskrise für Azubis zu bekämpfen. Auch gemeinsame Studi- und Azubiwohnheime können eine geeignete Strategie sein. Genau so, wie es an Unis zusätzlich zu den Modulen beispielsweise FLINTA-Programmierkurse gibt , sollte es auch kostenlose und bekannte Angebote für FLINTA in Ausbildungen geben (z.B. Schweißkurse), um die Möglichkeit zu haben sich auf den Beruf vorzubereiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie das Handwerk sind die Digitalwirtschaft und Start-up-Unternehmen ein männlich dominiertes Feld, in denen FLINTA eher die Ausnahme bilden. Berlin ist Hotspot der Digitalwirtschaft und Ort digitalpolitischer Debatten. Die Digitalwirtschaft mit ihren vielen Start-ups ist ein zentraler Motor der wirtschaftlichen Entwicklung und sichert Berlin als Standort mit Zukunft. Doch der Anteil von weiblichen Gründerinnen liegt in Berlin bei nur 18,3 Prozent<a href="#_ftn2">[2]</a>. Deshalb setzen wir uns für höhere Frauenquoten bei der Vergabe von Gründungsförderungen ein. Projekte, die Gründerinnen unterstützen, wollen wir finanziell besser ausstatten. Wir müssen zudem die Aus- und Weiterbildungsangebote für digitale Kompetenzen für FLINTA fördern und FLINTA in der Digitalbranche sichtbarer machen. Denn neben der Tatsache, dass auch FLINTA von den guten Gehältern in der Digitalbranche profitieren sollen, wird in dieser Branche die Technologie unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens entwickelt. Diversere Entwickler*innenteams sorgen dafür, dass Künstliche Intelligenz, Social Media Plattformen und eine digitale Verwaltung auch die Bedürfnisse von FLINTA berücksichtigen und diese weniger anfällig für Diskriminierung, Hassrede, Datenschutzverstöße, Doxing und Stalking sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sind FLINTA stark unterrepräsentiert. In den Leistungskursen, den Ausbildungen oder Studiengängen, den Professuren oder der Berufswelt bilden FLINTA nur die Ausnahme, sodass gut bezahlte Jobs oder Entscheidungspositionen männlich besetzt bleiben. Die Förderung für Mädchen und junge FLINTA in MINT-Fächern muss bereits in der frühkindlichen Bildung angesetzt und durch alle weiterführenden Schulen fortgesetzt werden. Gezielte Schnupperangebote in außerschulischen Bildungseinrichtungen sowie Initiativen und Vereine, die die spielerische Vermittlung von MINT-Kompetenzen an Mädchen und junge FLINTA zum Ziel haben, wollen wir in Berlin stärker unterstützen.<br>
FLINTA sollten in jeder Lebensphase unterstützt werden, Kenntnisse zu erwerben, die ihre Situation am Arbeitsmarkt verbessern. Daher muss Lebenslanges Lernen für FLINTA in Weiterbildungsinitiativen unterstützt werden. Gerade in der sich schnell ändernden Software- und Digitalbranche sind Weiterbildungen essentiell, um aktuelle Kenntnisse vorweisen zu können. FLINTA können reguläre Weiterbildungsmaßnahmen, die häufig außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden, jedoch oft aufgrund von Care-Arbeit nicht besuchen. Daher sind Einrichtungen, wie zum Beispiel das Frauen Computer Zentrum Berlin (FCZB e.V.) oder die ReDI School of Integration, die Kinderbetreuung anbieten und auch auf die Kommunikationsbedürfnisse eingehen zu untertstützen.<br>
Genau wie im Handwerk sind wir im MINT-Bereich mit einem extremen Fachkräftemangel konfrontiert, der uns nicht zuletzt bei der Bekämpfung der Klimakrise Steine in den Weg legt. Die Energiewende hin zu Erneuerbaren wird die europäische und deutsche Infrastruktur und Wirtschaft transformieren. Als Grüne haben wir die besondere Verantwortung, diese Transformation sozial und inklusiv zu gestalten. Die Stärkung von FLINTA in diesem Sektor ist nun wichtig, um sie auch von den neuen Jobs in der Energiewende profitieren zu lassen, einen Wiedereinstieg nach Jobverlust zu ermöglichen und nicht erneut ungleiche Strukturen zu etablieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ungerechte Verteilung von Care-Arbeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Begriff „Vollzeitarbeit“ erkennt nur die Lohnarbeitszeit an. Besonders FLINTA, aber auch andere Menschen mit Sorgeverantwortung, leisten zusätzlich zu ihrer Lohnarbeit viele Stunden unbezahlte Arbeit. Wer einen Haushalt führt, Kinder erzieht und eine Familie versorgt oder wer Angehörige pflegt, die*der arbeitet. Um das neben der Erwerbsarbeit zu schaffen, wünschen sich viele Arbeitnehmer*innen eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich<a href="#_ftn3">[3]</a>. Wir wollen den erfolgreichen Beispielen vieler Städte folgen und in Berlin ein Modellprojekt zur reduzierten Wochenarbeitszeit auf den Weg bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig gilt es in Berlin verlässliche Strukturen in Kita- und Ganztag anzubieten, um qualitativ hochwertige Betreuung und Bildung zu ermöglichen. Hierzu sind Qualifizierungs- und Onboardingstrategien auch für Quereinsteiger*innen, Jobwechlser*innen, Einwander*innen und Menschen mit Fluchthintergrund zu entwickeln, um den wachsenden Bedarf an Fachkräften zu decken und berufsbegleitende Qualifizierung zu ermöglichen. Die bündnisgrüne Abgeordnetenhausfraktion hat erfolgreich für höhere Löhne für Erzieher*innen gekämpft - nun gilt es, auch die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass sich in Zukunft wieder mehr Menschen für diesen Beruf entscheiden. Wir unterstützen deshalb - sowohl zum Wohl der Kinder als auch zum Erreichen von besseren Arbeitsbedingungen für das Personal - die Bestrebungen zum Kita Qualitätsentwicklungsgesetz unserer Bundesfamilienministerin Lisa Paus. Ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot erleichtert vor allem Frauen ihre Erwerbsarbeitszeit und Entwicklungsmöglichkeiten frei zu wählen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>FLINTA in Führungspositionen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für mehr Geschlechtergerechtigkeit braucht es auch mehr FLINTA in Führungspositionen - sowohl, weil sie Unternehmen oft anders leiten, als auch weil sie so Vorbild für jüngere Frauen sind. Bis eine Ausgeglichenheit beim Zugang zu Führungspositionen erreicht ist, braucht es deshalb Maßnahmen, die den Weg von FLINTA in Führungspositionen gezielt unterstützen. Gerade bei den Landesunternehmen konnten wir während unserer Regierungszeit wichtige Schritte gehen - daran gilt es anzuknüpfen und diesen Weg weiter zu gehen. Schwarz-Rot lässt hier viel zu viel Potenzial in unserer Stadt liegen; wir wollen hingegen endlich die Hälfte der Macht - auch in Führungspositionen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Lohnungleichheit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen verdienen auch dann weniger, wenn das Land Berlin Arbeitgeberin ist. Es ist nicht glaubwürdig, sich gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz einzusetzen, wenn diese Ungleichheit bei den eigenen Arbeitnehmer*innen fortbesteht. Deshalb fordern wir den Senat auf, effektive Maßnahmen für Lohngerechtigkeit umzusetzen und Transparenz herzustellen. Um gleiche Chancen und faire Löhne für alle zu erreichen, müssen wir die Hindernisse beseitigen, die das verhindern. Dazu gehören undurchsichtige <em>Tarifeinstufungen</em>, die Elternzeit als Karrierestopper und die Schwierigkeit, Familie und Vollzeitjob zu vereinbaren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>FLINTA im Niedriglohnsektor</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Knapp jede fünfte Frau (19 Prozent)<a href="#_ftn4">[4]</a> arbeitete im April 2023 in Deutschland im Niedriglohnsektor. Sowohl im Bund als auch in Berlin hat der Mindestlohn die Lohnsituation vieler Menschen verbessert. Um die sozialpolitische Situation von Menschen abzusichern, müssen der Mindestlohn weiter erhöht und gesetzliche Kontrollen verstärkt werden. Berlin sollte dabei weiterhin eine Vorreiterrolle spielen. Teilzeitarbeit darf kein Hindernis für berufliche Entwicklung sein und nicht zu niedrigerem Einkommen oder Altersarmut führen. Es ist wichtig, die EU-Mindestlohnrichtlinie umzusetzen, die Mitbestimmung zu stärken und die Beteiligung von FLINTA zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Berlin fordern wir den Ausbau von Programmen für den (Wieder)-Einstieg von</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pflegenden, Familienversorger*innen und Alleinerziehenden und Coachingprogramme für FLINTA in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, um ihren Einstieg in Beschäftigung mit Sozialversicherung zu fördern. Um FLINTA aus prekären Arbeitsbeschäftigungen zu helfen, fordern wir die rechtliche und die steuerrechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien und Ein-Eltern-Familien (Alleinerziehende).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine echte Gleichstellung bedarf außerdem eines Nationalen Aktionsplans, vergleichbar mit dem Aktionsplan zur Bekämpfung von Hass und Hetze bei LGBTIQ*-Personen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Tarifverträge</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tarifverträge sichern gute Arbeitsbedingungen, Mitbestimmungsrechte, Zeit für Weiterbildung und Work-Life-Balance. In Berlin haben nur 13 Prozent der Unternehmen eine Tarifbindung, während es im öffentlichen Dienst und bei den landeseigenen Unternehmen 60 Prozent sind – dies ist deutlich ausbaufähig. Konsequente Maßnahmen gegen die sinkende Tarifbindung sind notwendig. Dies kann in Berlin unter anderem durch die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand an Unternehmen, die einem Tarifvertrag angehören, erreicht werden, zum Beispiel bei Schulessen oder Schulreinigung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein effektives Entgeltgleichheitsgesetz ist ebenfalls erforderlich, um Chancengerechtigkeit zu fördern und die EU-Richtlinie für Lohngleichheit umzusetzen. In der Betrachtung und Eingruppierung von Erzieher*innen versus Ingenieur*innen und Handwerker*innen gibt es nach wie vor strukturell unterschiedliche Bewertungen. Das Land Berlin soll seine Stimme in der Tarifgemeinschaft der Länder einbringen, um einen Prozess anzustoßen, der auch die Eingruppierungen im Öffentlichen Dienst im Hinblick auf Geschlechterstereotype und verfestigte Ungleichheiten untersucht und anpasst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Intersektionaler Blick auf den Arbeitsmarkt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt hängt nicht nur vom Geschlecht ab. Verschiedene Diskriminierungsformen wirken gleichzeitig und beeinflussen sich dabei. Um spezifische Diskriminierungsformen besser erkennen und abbauen zu können, ist deswegen die intersektionale Perspektive auf Erwerbsarbeit für alle FLINTA in ihrer lebensweltlichen Realität notwendig. So sind zum Beispiel migrantische FLINTA auf spezifische und unterschiedliche Weisen in der Arbeitswelt diskriminiert. FLINTA migrieren aus den verschiedensten Gründen und sind eine in sich sehr vielfältige Gruppe. Entsprechend unterschiedlich ist der Unterstützungsbedarf, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Für geflüchtete FLINTA stellt die Massenunterkunft von geflüchteten Personen am ehemaligen Flughafen Tegel (UA TXL) zudem aktuell eine weitere Herausforderungen dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vorhandene Strukturen und Angebote in Berlin müssen sich sowohl an zugewanderte FLINTA selbst als auch an die im Wege des Familiennachzugs mit- und nachreisenden Familienangehörigen richten. Diese Strukturen und Angebote sollen den Wunsch nach Erwerbsarbeit unterstützen, dürfen dabei aber nicht nur auf ein Aktivwerden der Zugewanderten und deren Kenntnis des deutschen Bildungs- und Arbeitsmarktes setzen. Hier müssen die vielfältigen Wege und Möglichkeiten aufgezeigt werden und die Informationen zu den FLINTA gebracht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch FLINTA mit Behinderungen erfahren auf dem Arbeitsmarkt eine doppelte Diskriminierung: die Überschneidung der Diskriminierung aufgrund ihrer Behinderung und aufgrund ihre Geschlechts macht ihre Position im Arbeitsmarkt besonders marginal. Sie werden schlechter bezahlt, erhalten selten Vollzeit- und Führungspositionen und sind durch Haushalts- und Familienaufgaben besonders belastet. Deswegen müssen wir sie darin zu empowern, selbst zu handeln und selbst zu entscheiden. Von gleichberechtigter Teilhabe sind wir noch weit entfernt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine strukturelle dauerhafte Förderung ist essentiell, um vorhandene Berliner Projekte, die FLINTA mit Behinderungen empowern, weiterzuentwickeln statt immer wieder neue Modellprojekte zu starten. Wir brauchen eine dauerhafte und stabile Finanzierung der Angebote, die regelmäßig angepasst wird, weil Bedarfe und Aufgaben stets wachsen. Außerdem ist ein gesellschaftlicher und politischer Bewusstseinswandel nötig: weg von der rein medizinischen Betrachtung hin zum Empowerment – Menschen mit Behinderungen sind Expert*innen eigener Sache. Darüber hinaus ist es notwendig, dass Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und anderen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gesetzlich verankert und finanziell ausgestattet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Was wir fordern:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir müssen FLINTA für den Handwerksberuf begeistern, aber auch die Bedingungen für diese Gruppe verbessern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>FLINTA in der Digitalwirtschaft, in der Selbständigkeit und in MINT-Fächern dürfen nicht weiter die Ausnahme sein. Wir müssen aktiv daran arbeiten, die Strukturen in diesen Bereichen zu verändern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Care-Arbeit muss endlich als gleichwertige Arbeit anerkannt werden. Wir fordern in Berlin ein flächendeckendes und qualitatives Betreuungsangebot.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für die Pflege von Angehörigen soll es Lohn-Ersatzleistungen geben und es sollen angemessene Rentenpunkte dafür angerechnet werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern gezielte Maßnahmen, die Frauen dabei unterstützen, in Führungspositionen zu kommen, und so die Bemühungen für mehr Gleichberechtigung in Führungsetagen weiterführen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Entgelttransparenzgesetz muss endlich realitätsnah verbessert und umgesetzt werden und zur Lohntransparenz verpflichten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Im Bund wie in Berlin sind eine weitere Anhebung des Mindestlohns und stärkere gesetzliche Kontrollen notwendig. Hierbei sollte Berlin weiterhin seiner Vorreiterrolle gerecht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Tarifbindung in Berliner Unternehmen muss deutlich ausgebaut werden, um gute Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung zu sichern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Spezifische Formen von Diskriminierung, die sich überlagern und gegenseitig negativ verstärken können, müssen besser erkannt und bekämpft werden. Geflüchtete FLINTA brauchen außerdem die Unterstützung, die an ihre besonderen Bedürfnisse angepasst ist. Um FLINTA mit Behinderungen gleiche Teilhabe zu ermöglichen, müssen Angebote dauerhaft und verlässlich finanziert werden.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 16:11:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V4: Jede getötete Frau ist eine zu viel! - Einführung von elektronischen Fußfesseln prüfen</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/antrag-zur-einfuhrung-von-elektronischen-fussfesseln-als-massnahme-zum-s-29388</link>
                        <author>FLINTA-Konferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/antrag-zur-einfuhrung-von-elektronischen-fussfesseln-als-massnahme-zum-s-29388</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Täterarbeit ist in Fällen von häuslicher Gewalt eine wichtige Präventionsmaßnahme. Sie reicht aber leider nicht aus, um die Tötung von Frauen zu verhindern. Wir Grüne setzen uns für einen effektiven Opferschutz ein. Daher wollen wir die rechtlichen Bedingungen der elektronischen Überwachung von Tätern häuslicher Gewalt als potenzielle weitere Maßnahme des Opferschutzes prüfen. Wir wollen prüfen, ob und wie die Anordnung einer elektronischen Fußfessel in Härtefallen durchgeführt werden könnte. Darüber hinaus fordern wir den Senat auf, die Gelder, die im Haushalt bereitstehen, nicht verfallen zu lassen. Die zugesagten Mittel für das Hilfesystem, Beratungen und Frauenhäuser müssen endlich ausgegeben werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 16:10:22 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V3: Wer schlägt der geht: Antrag die Inhalte der Initiative §25/11 in die Mietverträge von  Wohnungsbaugesellschaften aufzunehmen</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/wer-schlagt-der-geht-antrag-die-inhalte-der-initiative-25-11-in-die-28601</link>
                        <author>FLINTA-Konferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/wer-schlagt-der-geht-antrag-die-inhalte-der-initiative-25-11-in-die-28601</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer schlägt, der geht: Antrag zur Überprüfung der rechtsverbindlichen Aufnahme der Inhalte der Initiative §25/11 zum Thema Häusliche Gewalt in alle neuen Mietverträge der staatlichen Wohnungsbaugesellschaften in Berlin.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 16:07:21 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V2: Die Friedensstatue muss bleiben!</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/die-friedensstatue-muss-bleiben-6709</link>
                        <author>FLINTA-Konferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/die-friedensstatue-muss-bleiben-6709</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit September 2020 steht in Berlin Moabit die Friedensstatue &quot;Ari&quot; zur Erinnerung an das Schicksal der sogenannten „Trostfrauen“ im Zweiten Weltkrieg. Die Friedensstatue ist ein feministisches Denkmal für schätzungsweise 200.000 Mädchen und Frauen, überwiegend aus Korea und China, die im Zweiten Weltkrieg von Japans systematischen Entführungen und Zwang zur sexuellen Sklaverei betroffen waren. Es geht jedoch über seinen historischen Rahmen hinaus und dient als internationales Symbol gegen sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe. Die Friedensstatue ist ein Symbol der Hoffnung für Opfer sexueller Gewalt weltweit. Aktuelle und historische kriegerische Auseinandersetzungen und die damit verbundenen sexualisierten Gewaltverbrechen an Frauen verpflichten uns, an dieses Leid zu erinnern und einem Totschweigen / Tabuisierung aktiv entgegenzuwirken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Statue wurde von der AG „Trostfrauen“ des Korea-Verbandes errichtet. Die AG leistet Bildungs- und Aufklärungsarbeit und führt u.a. Projekte mit Schulen zum Thema sexualisierter Gewalt in kriegerischen Konflikten durch, z.B. zu Wehrmachtsbordellen oder zu Kriegsverbrechen an Ezid*innen und im Kongo. Auch die sexuelle Ausbeutung vietnamesischer Frauen durch koreanische Soldaten im Vietnamkrieg wird dabei thematisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Friedensstatue Ari ist in der Nachbar*innenschaft bekannt, bei sehr vielen beliebt und sich somit zum festen Teil des Bezirkes und Berlins etabliert. Zuletzt haben 3000 Einwohner:innen von Mitte einen Einwohnerantrag unterschrieben, der den Erhalt der Statue fordert. Zudem hat sie für viele verschiedene migrantische Communitys, wie die der koreanischen, ezidischen, armenischen oder der kurdischen, eine wichtige Bedeutung. Darüber hinaus führt die AG &quot;Trostfrauen&quot; des Korea-Verbandes eine enge Zusammenarbeit mit &quot;Decolonize Berlin&quot;, &quot;Omas gegen Rechts&quot;, dem &quot;Ezidischen Frauenrat&quot;, dem &quot;Deutschen Gewerkschaftsbund&quot;, der &quot;Japanischen Fraueninitiative&quot; und weiteren Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Friedensstatue wird vom Bezirk Mitte derzeit nur geduldet. Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte hat in den letzten Jahren mehrfach den dauerhaften Erhalt der Statue gefordert und beschlossen. Das Bezirksamt Mitte jedoch plant den Abbau der Statue.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit der Aufstellung der Statue 2020 gab es wiederholt Versuche der japanischen Regierung, auf eine Entfernung der Statue hinzuwirken. Nach seinem Japan-Besuch im Mai 2024 nannte Kai Wegner die Statue in einer Pressemitteilung eine „einseitige Darstellung“, die so nicht mehr stattfinden dürfe. Die Förderung eines Bildungsprojekts des Korea-Verbands zu sexualisierter Gewalt in Kriegen aus dem Projektfonds für Kulturelle Bildung wurde daraufhin gestoppt, offenbar auf Druck durch die Senatskanzlei. Dieses Verhalten von Kai Wegner kritisieren wir aufs Schärfste.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN stehen an der Seite des Korea-Verbands und der Friedensstatue und setzen uns für den dauerhaften Erhalt dieses feministischen Denkmals ein. Parallel dazu begrüßen wir die Bemühungen des Bezirksamtes Mitte um ein Landes- oder Bundesdenkmal für Opfer sexualisierter Gewalt als Kriegswaffe. Einen Abbau lehnen wir ab. Unsere Abgeordneten im Abgeordnetenhaus und in den Bezirken sowie unsere Amtsträger*innen in den zuständigen Ressorts setzen sich für den dauerhaften Erhalt der Friedensstatue ein.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 16:05:31 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V1: Geschlechtergerechte und inklusive Gestaltung von öffentlichen Calisthenics-Anlagen und Bewegungsparcours in Berlin</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/geschlechtergerechte-und-inklusive-gestaltung-von-offentlichen-calisth-20989</link>
                        <author>FLINTA-Konferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/geschlechtergerechte-und-inklusive-gestaltung-von-offentlichen-calisth-20989</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Berlin existieren über das gesamte Stadtgebiet verteilt und insbesondere in Parks und Grünanlagen zahlreiche Calisthenics-Parks sowie Bewegungsparcours, die der Bevölkerung kostenlos zur Nutzung zur Verfügung stehen. Dies ist ein bereicherndes Angebot für Freizeit und Gesundheit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Allerdings sind die Anlagen in der Regel auf den durchschnittlichen männlichen Nutzer ausgerichtet. Dies zeigt sich insbesondere in der Höhe, Größe und Dicke der meisten Geräte, wodurch Frauen und Menschen mit kleinerer Körpergröße benachteiligt sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>So sind zum Beispiel Klimmzugstangen oder Dipstationen für kleinere Nutzende kaum zugänglich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als Bündnis 90/Die Grünen Berlin setzen uns dafür ein, dass die mit öffentlichen Geldern finanzierten Anlagen Menschen mit allen Geschlechtern und körperlichen Voraussetzungen zugänglich gemacht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Maßnahmen sollen unter anderem sein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Installation von Stangen mit verschiedenen Durchmessern, um unterschiedliche Handgrößen und Griffstärken zu berücksichtigen, soll bei Neubauten und Sanierungen von Calisthenics-Anlagen verpflichtend eingeführt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Geräte sollen in verschiedenen Höhen angebracht werden, um Menschen unterschiedlicher Körpergrößen die Nutzung zu ermöglichen. Alternativ könnten niedrigere Querstangen als Einstiegshilfen für kleinere Personen installiert werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Vor der Planung neuer Anlagen und der Sanierung bestehender Anlagen soll darauf geachtet werden, dass insbesondere Frauen und Menschen mit unterschiedlichen Körpergrößen sowie weiteren relevanten Nutzergruppen mit berücksichtigt werden. Inklusive Angebote sind zu schaffen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bei der Planung neuer Calisthenics-Anlagen sollte, wo möglich und sinnvoll, geprüft werden, ob eine Kombination mit neu entstehenden oder bereits vorhandenen Spielplätzen realisiert werden kann, um Menschen mit Kindern die Nutzung zu erleichtern. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es auch Bereiche ohne direkte Nähe zu Spielplätzen gibt, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzergruppen gerecht zu werden. So kann gewährleistet werden, dass sowohl Familien als auch Personen, die lieber in einem kinderfreien Umfeld trainieren möchten, die Anlagen optimal nutzen können.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>An allen Standorten ist für angemessene Beleuchtung auf den Wegen zur Anlage und in der Anlage selbst zu sorgen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bestehende Anlagen sollen hinsichtlich dieser Kriterien geprüft und ggf. angepasst werden</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bei Ausschreibungen und Vergaben für neue Calisthenics-Anlagen und Bewegungsparcours sollen die in diesem Antrag beschriebenen Anforderungen als obligatorische Kriterien festgelegt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Es sollen, wenn nötig, zusätzliche Mittel im Haushalt des Landes Berlin bereitgestellt werden, um die geschlechtergerechte und inklusive Anpassung der Anlagen zu finanzieren. Die Bezirke werden aufgefordert, Fördermöglichkeiten auf Landes- und Bundesebene sowie durch private Partner und Sponsoren zu prüfen.</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 15:56:43 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V5: Antrag auf Kauf eines Mietshauses in Berlin zur Umwandlung in ein landeseignes Frauenhaus</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/73779</link>
                        <author>Lillemor Mallau (KV Berlin-Pankow)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/73779</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Berlin hat nicht ausreichend Frauenhäusplätze! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Antrag auf Kauf einer Lehrstands Immobilie oder Umwidmung einer landeseignen Immobile in ein landeseignes Frauenhaus im Rahmen des neuen Gewaltschutzgesetztes</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir beantragen die wirtschafliche und juristische Prüfung der Möglichkeit und wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit des Ankaufs eines geeigneten Immobilienobjektes zur Schaffung eines landeseigenen Frauenhauses in Berlin</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Berlin hat nicht genügend Frauenhausplätze – im deutschen Durchschnitt konnten an 303 Tagen im Jahr nicht alle Frauen, die Schutz suchten, aufgenommen werden. Die Aufenthaltslänge nimmt jährlich zu, vermutlich auch verursacht durch den zunehmen angespannten Mietmarkt. Die meisten Frauen haben minderjährige Kinder, die Ortsnahe Betreuung gerade von kleineren Kindern im Umkreis des Frauenhauses ist oft eine große Herausforderung. Die Kosten für die Plätze explodieren durch die Inflation, steigende Personalkosten und anderen Gründen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Rahmen des neuen Gewaltschutzgesetztes sollen Beratungsangebote und Frauenhausplätze ausgebaut werden. Dazu müssen neue Immobilien angemietet werden. Die Preise für Mieten und Gewerbemieten sind in den letzten 10 Jahren in Berlin explodiert, ein Ende der hohen Mieten ist- im Gegensatz zu den Gewerbemieten – nicht absehbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um eine langfristige Finanzierung und die Berechenbarkeit der Kosten für Frauenhausplätze sicherzustellen und ortsnahe Kinderbetreuungsangebote mit anzubieten, ist es sinnvoll, die neuen Plätze in Landeseignen Immobilien anzusiedeln oder neue Objekte zu erwerben, die Lehrstand haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Berlin werden pro qm pro Jahr in einem Durchschnittlichen Frauenhaus mit alten Mietverträgen um die 9 Euro Kaltmiete ausgegeben. Die aktuellen Preise bei Neuanmietung bewegen sich bei um die 20 Euro netto Kaltmiete*, egal ob Gewerbe oder Wohnungsmieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seitdem Beginn des Ukraine Krieg sind die Preise für Gewerbeimmobilien um teils über 50% gesunken, die Durchschnittspreise für Miethäuser sind um mehr als 10% in gesunken. Aktuell haben wir also gerade einen Käufermarkt mit leichter Tendenz zur Wende wieder hin zu einem Verkäufermarkt. Das bedeutet das die Zeiten sehr günstig sind für den Staat, um Immobilien zu erwerben, bei aktuell eher sinkenden Zinsen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Frage kommen würde auch die Nutzung einer Immobile, die bereits dem Land Berlin gehört und im Leerstand sich befindet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei einem Kaufpreis bzw. Einbringung von einem Objekt mit ca. 1.000 qm bei einem Durchschnittlichen Kaufpreis von ca. 5.969,49 Euro/ qm* und einem Gesamtkaufpreis von rund 6 Mio. Euro mit einem Zins von ca. 3 % und Tilgung von 1 % würde eine jährliche Belastung von ca. 240.000 Euro anfallen auf 1.000 qm Fläche. Das sind 20.000 Euro pro Monat und damit round about 20,00 Euro pro qm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit ca. 20,00 Euro pro qm Zinsen und Tilgung liegen die Kosten für den Erwerb eines Objektes fast exakt gleich mit den anzusetzenden Kosten für eine Neuanmietung von Frauenhausplätzen. Sollte ein im Bestand der BIM befindliches Objekt gewählt werden, reduzieren sich diese Kosten natürlich gavierend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für das Land Berlin hätte die Nutzung von Landeseignen Immobilien deutliche Vorteile: Aus mittel- bis langfristiger Perspektive würde nicht nur wirtschaftlich Sinn machen, ein eigenes Frauenhaus für das Land Berlin zu erwerben oder eine Immobile umzuwidmen. So könnte auch besser in die Sicherheit investiert, ein e.V. für Spendenannahmen partnerschaftlich zur Unterstützung der Betreiber*innen gegründet werden, der die Grundfinanzierung des Frauenhauses nicht administrativ und haushaltswirtschaftlich gleich in Frage stellt und auch eine Gemeinschaft entwickelt werden, die sich für das Haus ehrenamtlich engagiert. Kinderbetreuungsplätze könnten hausintern besser ausgebaut und angeboten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir fordern daher den Berliner Senat auf zu erwägen ein Miethaus in Berlin zu erwerben oder eine landeseigene Immobilie als Frauenhaus fest einzuplanen zum Ausbau der neu geplanten Frauenhausplätze.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>*Quellen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.wohnungsboerse.net/mietspiegel-Berlin/2825">https://www.wohnungsboerse.net/mietspiegel-Berlin/2825</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 21 Sep 2024 22:19:03 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V4: Jede getötete Frau ist eine zu viel! - Einführung von elektronischen Fußfesseln im Zusammenspiel mit „Smart Watch“ Armbändern nach Vorbild des Spanischen Models </title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/73381</link>
                        <author>Lillemor Mallau (KV Berlin-Pankow)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/73381</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Täterarbeit ist in Fällen von häuslicher Gewalt eine wichtige Präventionsmaßnahme. Sie reicht aber leider nicht aus, um die Tötung von Frauen zu verhindern. Wir müssen die Opfer besser schützen! Hierfür ist der zeitnahe Schutz und die Warnung im Gefährdungsfall für viele Frauen Lebensentscheidend. Deshalb wolle wir Bündnis 90/Die Grünen als Maßnahme zum Schutz von Frauen im Rahmen der Umsetzung der Istanbul Konvention, im Land Berlin bei einem rechtsgültig angeordneten Kontakt und Näherungsverbot für Opfer von häuslicher Gewalt im Rahmen der elektronischer Aufenthaltsüberwachung den schnellstmöglichen Einsatz von elektronischen Fußfesseln mit allen Mitteln umsetzen.<br>
Dies soll im Zusammenspiel mit GPS gestützten warnenden Armbändern nach Vorbild des Spanischen Models geschehen. Das System dieser „Smart Watch“ Armbänder schlägt Alarm sobald der Abstand zwischen beiden Personen weniger als 500 Meter beträgt. So können die Frauen Schutz suchen, während die Polizei ebenfalls alarmiert und bereits auf dem Weg ist.<br>
Die entsprechenden Budgets für die Umsetzung sind vom Land bereit zu stellen</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch Beziehungspartnerinnen und Beziehungspartner erlebt- und das ist nur die Spitze des Eisberges der Gewalt gegen Frauen. </p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Lagebild „Häusliche Gewalt“ 2024 zeigt: Die Zahl der gemeldeten Fälle von Gewalt ist erneut deutlich gestiegen. Nahezu ein Viertel aller in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Fälle von Gewalt sind Fälle häuslicher Gewalt. Überwiegend betrifft die Gewalt Frauen: 70,5 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind weiblich, während die Täter zumeist Männer waren (75,6 Prozent).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Auch die Zahl derer steigt, die im Zuge der Gewalt getötet wurden: Wenn man vollendeter Mord, vollendeten Totschlag und Körperverletzung mit Todesfolge zusammenfasst, sind über 361 Frauen in 2023 gewaltsam ums Leben gekommen. Die Zahl der Femizide weist Deutschland inzwischen europaweit als Brennpunkt aus.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quelle PKS 2023, Femicide Observation Center Germany, Prof. Dr. Kristina Wolff</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hinzukommt, dass viele Femizide als solche in der Kriminalstatistik gar nicht ausgewiesen werden, sie verstecken sich hinter Begriffen wie „erweiterter Suizid“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die sogenannte Istanbul-Konvention – ein Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – ist in Deutschland seit 2018 geltendes Recht sei. Aber leider gibt es das darin vorgesehene Gefährdungsmanagement in Deutschland bisher nicht flächendecke, eine elektronische Überwachung von hochgefährlichen Gefährdern findet in Deutschland bisher nicht statt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach Art 2 (2) der deutschen Verfassung ist esKernaufgaben des Staates für den Schutz seiner Bürger und Bürgerinnen zu sorgen. Der Mut vieler Opfer sich endlich aus gewalttätigen Beziehungen und Haushalten unter Lebensgefahr herauszubegeben, wird vom Staat oft genug mit Hilflosigkeit bei der Umsetzung der angeordneten Schutzauftrages konterkariert. Angeordnete Kontakt- und Annäherungsverbote wirken nicht, sie können nicht überwacht und die Opfer nicht rechtzeitig bei einer Näherung des Täters gewarnt und Hilfe geholt werden. Der Staat versagt systematisch beim Schutz der Schwächsten in der kritischsten Phase der Trennung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Es gibt nicht ausreichend Frauenhausplätze, keine gute Finanzierung der Beratungsstellen, kaum Täterarbeit, kaum Prävention“ merkt Asha Hedayati, Familienrechtanwältin und Buchautorin, richtig in der Presse an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Den Schutz von Opfern gegen Täterarbeit auszuspielen, anzunehmen, dass wir uns nur genug auf die Täterarbeit konzentrieren müssten in unserem Anstrengungen, wird dem Umstand nicht gerecht, dass der zeitnahe Schutz und die Warnung des Opfers für jedes Opfer im Gefährdungsfall Lebensentscheident sein kann und die Finanzierung von Täterarbeit und zusätzlichen Frauenhäusern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Kapitel 1 Absatz a der Istanbul Konvention besagt, dass Zweck des ganzen Übereinkommens ist, „Frauen vor allen Formen von Gewalt zu schützen und Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Istanbul Konvention ist geltendes Recht in Deutschland. Um diesen Schutz effektiv umzusetzen und im wahrsten Sinne des Wortes Leben schützen zu können, beantragen wir den schnellstmöglichen Einsatz von elektronischen Fußfesseln in Kombination mit „Smart Watch“ Alarmarmbändern nach Vorbild des Spanischen Models in Berlin als Sofort- Maßnahme zur Umsetzung der Istanbul Konvention.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die dringende Empfehlung im Rahmen der elektronischer Aufenthaltsüberwachung „elektronischen Fußfesseln“ anzuwenden, wurde bereits mehrfach und zuletzt von allen Innenminister*innen Deutschlands auf der Innenministerkonferenz vom 19. bis 21. Juni 2024 und ist in der Sammlung der zur Veröffentlichung freigegeben Beschlüsse der 221. Sitzung der Ständigen Konferenz der Innenminister und – senatoren der Länder unter dem Top 101 auf Seite 102 veröffentlicht worden. Eine Prüfung durch das Innenministerium des Landes Berlins hat also bereits ausgiebig stattgefunden, es gibt keinen Grund die Umsetzung zurückzuhalten, wenn das Spanische Model eingeführt werden würde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wie die beiden aktuellen Femizid Fälle aus diesem Monat in Berlin wieder mal zeigen- zwei Leben hätten durch den Einsatz der elektronischen Fußfessel in Kombination mit dem „Smart Watch“ Armband gerettet werden können. „Spanien verwendet neben der elektronischen Fußfessel Armbänder, ähnlich einer Smartwatch, um die Opfer zu schützen. Sobald der Abstand zwischen beiden Personen weniger als 500 Meter beträgt, schlägt das System Alarm. „Die Frau kann Schutz in einem Restaurant, in einer Kneipe oder im Haus suchen, während die Polizei ebenfalls alarmiert und bereits auf dem Weg ist.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Wir erleben nicht selten, dass sich gewalttätige Männer trotz Kontaktverbot Frauen nähern“, bestätigte der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro in Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Erklärung Spanisches Model (Weiße Ring)</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Der Weiße Ring verweist auf Spanien als Vorbild. „Spanien gilt als Vorreiter bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Mit GPS-gestützten Armbändern schützt das Land Opfer vor Gewalttätern. Das Ministerium für Gleichstellung der spanischen Regierung veröffentlicht regelmäßig Informationen zu geschlechtsspezifischer Gewalt auf einer eigenen Internetseite.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Spanien bietet seit fast zwei Jahrzehnten viele Hilfestellungen zum Schutz der Opfer. Das Hilfssystem beruht laut der Expertenkommission GREVIO des Europäischen Rates zur Umsetzung der Istanbul-Konvention auf der guten Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden, spezialisierten Gerichten, den Gesundheitsdiensten und den Einrichtungen, die Rechtsberatung für Frauen anbieten. Spanien hat mit „VioGén“ ein umfassendes Überwachungssystem für geschlechtsspezifische Gewalt. Das System erfasst alle gemeldeten Fälle in Spanien und dient der Polizei zur Risikobewertung bei „häuslicher Gewalt“. In Hochrisikofällen kann das Umgangsrecht des Vaters für gemeinsame Kinder zum Schutz der Frau ausgesetzt werden.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Seit 2009 können Gerichte in Spanien auch das Tragen einer elektronischen Fußfessel anordnen, um Kontakt- und Annäherungsverbote von Gewalttätern zu überwachen. Spanien verwendet auch Armbänder, ähnlich einer Smartwatch, um Opfer zu schützen. Die Einführung der GPS-gestützten Überwachung war eine Reaktion auf die Erkenntnis, dass herkömmliche Methoden wie gerichtliche Kontakt- und Annäherungsverbote oft nicht effektiv waren und Opfern keinen Schutz boten. Das spanische Modell unterscheidet sich grundlegend von der in Deutschland verwendeten Methode. Täter und Opfer tragen in Spanien ein elektronisches GPS-Gerät bei sich. Beim Täter ist es am Körper fixiert, die zu schützende Person trägt es wie ein Smartphone bei sich. Sobald der Abstand zwischen beiden weniger als 500 Meter beträgt, schlägt das System Alarm, und die Polizei kann schnell reagieren. Das Opfer wird kontaktiert und nicht alleingelassen. Die Leitstelle lotst die Polizei zum Einsatzort. Die Polizei wird auch alarmiert, wenn das elektronische Armband entfernt wird oder defekt ist“. „Die Statistik legt nahe, dass die neuen Gesetze, das gesteigerte öffentliche Bewusstsein und der Einsatz der elektronischen Armbänder vielen Frauen das Leben gerettet haben.“ „Laut der Regierungsdelegierten für den Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt, Victoria Rosell, wurde im Rahmen des Überwachungsprogramms keine Frau getötet.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quelle: Weißer Ring</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>&quot;Wir wissen, dass die Erfolgsquote, bei denen die Fußfessel eingesetzt wurde, 100 Prozent beträgt. Keine der Frauen, die in diesem Programm waren, ist dann getötet worden&quot;, Liesching,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quelle 8.3.2024 hessenschau</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jede getötete Frau ist eine zu viel!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Weiterführende Informationen und Links</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://forum-opferhilfe.de/elektronische-aufenthaltsuberwachung-spanien-femizide-fussfessel/">https://forum-opferhilfe.de/elektronische-aufenthaltsuberwachung-spanien-femizide-fussfessel/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.weser-kurier.de/bremen/elektronische-fussfessel-bremen-will-mehr-schutz-fuer-frauen-doc7wy8kcrdvpt120hksmak">https://www.weser-kurier.de/bremen/elektronische-fussfessel-bremen-will-mehr-schutz-fuer-frauen-doc7wy8kcrdvpt120hksmak</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2024/Presse2024/240607_PM_BLB_Haeusliche_Gewalt.html">https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2024/Presse2024/240607_PM_BLB_Haeusliche_Gewalt.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.innenministerkonferenz.de/IMK/DE/termine/to-beschluesse/2024-06-21-19/beschluesse.pdf;jsessionid=85490A389FBC23B83CF8234EF13019D7.live532?__blob=publicationFile&amp;v=2">https://www.innenministerkonferenz.de/IMK/DE/termine/to-beschluesse/2024-06-21-19/beschluesse.pdf;jsessionid=85490A389FBC23B83CF8234EF13019D7.live532?__blob=publicationFile&amp;v=2</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/bremen-schafft-voraussetzungen-fuer-die-elektronische-fussfessel-43634">https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/bremen-schafft-voraussetzungen-fuer-die-elektronische-fussfessel-43634</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 13 Sep 2024 19:18:21 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V5: Antrag auf Kauf eines Mietshauses in Berlin zur Umwandlung in ein landeseignes Frauenhaus</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/73075</link>
                        <author>Lillemor Mallau (KV Berlin-Pankow)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/73075</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir beantragen die wirtschafliche und juristische Prüfung der Möglichkeit und wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit des Ankaufs eines geeigneten Immobilienobjektes zur Schaffung eines landeseigenen Frauenhauses in Berlin</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Deutschland werden pro Jahr pro Frauenhausplatz pro Tag 60 bis 140 Euro ausgegeben. Dabei liegt der Mietanteil prozentual mit XX % an den allgemeinen Ausgaben. Die durchschnittliche Kaltmiete pro qm für ein Frauenhaus in Berlin kosten den Senat XX Euro.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seit Beginn des Ukraine Kriegs sind die Immobilienpreise für Gewerbeimmobilien in Berlin um bis zu 50% gesunken. Auch die Durchschnittspreise pro qm für Miethäuser sind teils stark gesunken. Aktuell haben wir in Berlin einen sigenannten Käufermarkt mit leichter Tendenz zur Wende wieder hin zu einem Verkäufermarkt. Das bedeutet, dass die Zeiten am Immobilienmarkt gerade sehr günstig sind, um Immobilien zu erwerben, trotz relativ hoher Zinsen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei einem Kaufpreis von 1 Mio. Euro mit einem Zins von 3,5 % (tbc) würden also bereits Mietzahlungen von XXX eingespart werden können. Aus mittel- bis langfristiger Perspektive würde es wirtschaftlich Sinn ergeben, ein eigenes Frauenhaus für den Senat zu erwerben. So könnte besser in die Sicherheit investiert werden, ein e.V. für Spendenannahmen gegründet werden, der die Grundfinanzierung des Frauenhauses nicht administrativ und haushaltswirtschaftlich gleich in Frage stellt und es kann auch eine Gemeinschaft entwickelt werden, die sich für das Haus ehrenamtlich engagiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir fordern daher den Berliner Senat auf, zu erwägen ein Miethaus in Berlin zu erwerben (eventuell aus einer Insolvenzmasse) oder umzuwidmen. Es könnte auch eine Gewerbeumnutzung in Betracht gezogen werden, wie z.B. ein ehemaliges Hotel oder ein kleines Krankenhaus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Notiz an die Komission: Wir sind gerade dabei die Zahlen zu recherchieren und würden diese gerne in den kommenden 10 Tagen nachreichen, da sie nicht so einfach verfügbar sind, wie wir dachten. Wir würden gegenfalls den Antrag zurück ziehen, sollten die Zahlen nicht passen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 06 Sep 2024 17:13:17 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L01: Wir verdienen mehr! Für einen feministischen Arbeitsmarkt</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/73047</link>
                        <author>Frauen des Landesvorstands (dort beschlossen am: 05.09.2024)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/73047</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, liegt in Deutschland bei 18 Prozent.<a href="#_ftn1">[1]</a> Von unfairer Entlohnung und ungleicher Behandlung auf dem Arbeitsmarkt sind Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Personen (FLINTA) besonders betroffen. FLINTA arbeiten häufiger in Berufen, die strukturell schlechter bezahlt werden und übernehmen seltener Führungspositionen. Sie erledigen mehr unbezahlte Sorgearbeit und nehmen aufgrund von Schwangerschaften und Kindererziehung häufiger längere Auszeiten aus dem Erwerbsleben. Sie arbeiten häufiger in Teilzeit oder in Minijobs. All das wirkt sich negativ auf die finanzielle Selbstständigkeit von FLINTA aus und sorgt dafür, dass sie häufiger von Altersarmut betroffen sind. Doch ohne die Erwerbsarbeit und Care-Arbeit von FLINTA würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass gute Arbeit endlich auch gut entlohnt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>FLINTA verdienen mehr – im Bund und in Berlin</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unklare Gehalts- und Beförderungsstrukturen befördern den Gender Pay Gap. Wenn Gehaltsstrukturen und -verhandlungen, sowie Beförderungen undurchsichtig sind, haben FLINTA weniger Informationen und Möglichkeiten, faire Gehälter zu fordern. Fehlende Transparenz bei der Tarifeinstufung und Entgeltungleichheit werden als Individualproblem ausgelegt, obwohl sich dahinter Strukturen abbilden, die echte Lohngerechtigkeit verhindern. Das Entgelttransparenzgesetz muss endlich ausgeführt werden und zur Lohntransparenz verpflichten. Deswegen unterstützen wir das Vorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die EU-Entgelttransparenzrichtlinie zügig und umfassend in nationales Recht zu überführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ungleich verteilte Sorgearbeit ist auch heute noch ein geschlechterbasiertes Problem. FLINTA sind häufiger in Teilzeitbeschäftigung tätig oder unterbrechen ihre Karrieren, um sich um Familie und Kinder zu kümmern. Das führt zu geringen Verdienstmöglichkeiten und wirkt sich negativ auf die Rente für FLINTA aus. Obwohl sich viele Familien Fürsorge- und Erwerbsarbeit gleichberechtigt aufteilen wollen, gilt bei der Steuer nach wie vor das Modell: ein Elternteil verdient das Geld, der zweite Elternteil bleibt zuhause und kümmert sich um die Care-Arbeit. Das Ehegattensplitting ist ungerecht sowie unzeitgemäß und muss abgeschafft werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statt eine Brücke zu Vollbeschäftigung zu schaffen, sind Teilzeit und Minijobs zu Dauerbeschäftigungen gewachsen. Die Zahl der Minijobs beträgt deutschlandweit über 6,4 Millionen. Mehr als zwei Drittel betreffen Frauen. Insbesondere Alleinerziehende sind davon betroffen. Wichtige Hebel hiergegen sind die Reformierung von Steuervorteile bei Minijobs und den Einbezug in die Sozialversicherung gesetzlich zu regeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>FLINTA haben beim Sprung in die Selbständigkeit mit mehr Herausforderungen zu kämpfen als Männer. Hierzu tragen nicht nur traditionelle Rollenbilder, die Frauen als Chefinnen nicht vorsehen, bei. Auch die Tatsache, dass für FLINTA eine Familiengründung in Selbständigkeit mit wesentlich höheren Hürden verbunden ist als für Männer, spielt eine entscheidende Rolle. Dass während des Mutterschutzes Kund*innen zu anderen Anbieter*innen wechseln, lässt sich kaum verhindern - dies führt jedoch dazu, dass viele selbständige FLINTA kaum Elternzeit nehmen können, um so schnell wie möglich nach dem Mutterschutz wieder ihre Arbeit aufzunehmen. Damit FLINTA in dieser Situation nicht ihre Selbständigkeit aufgeben müssen, muss es dringend flexiblere Kinderbetreuungsmöglichkeiten auch für einzelne Tage oder wenige Stunden auch für sehr kleine Kinder vor dem Eintritt in die Kita geben. Es darf nicht sein, dass selbständige Mütter die Zeit des Mutterschutzes selbst absichern müssen, während dies bei Angestellten umlagefinanziert ist. Hier ist die Solidargemeinschaft in der Pflicht. Deshalb unterstützen wir die Forderungen der Initiative „Mutterschutz für alle“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gendergerechte Ausbildung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Berufswahl und Verteilung in verschiedenen Branchen wird stark von patriarchalen Strukturen beeinflusst. Berufe, die als &quot;Frauenberufe&quot; gelten, werden in diesen Strukturen oft abgewertet und schlechter bezahlt. Wenn verschiedene Geschlechter dazu neigen, unterschiedliche Berufe zu wählen, die unterschiedlich bewertet und bezahlt werden, verstärkt das die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein wichtiger Beitrag für eine gendergerechte Ausbildung beginnt schon bei der Berufsorientierung. Hier ist es notwendig, gezielt Mädchen und junge FLINTA für Ausbildungsberufe, die momentan noch männerdominiert sind, anzusprechen und sie für diese zu begeistern. Es sollte mehr (bezahlte) Praktika und einzelne Mitlauftage geben, damit verschieden Berufe kennengelernt werden können. Die Zusammenarbeit der Schulen mit den Jugendberufsargenturen muss ausgebaut werden, sodass Berufsberater*innen von der Jugendberufsargenturen mit festem Arbeitsplatz in den Schulen in mehreren Beratungsgesprächen Beziehungsarbeit leisten können und z.B. Schüler*innen an Betriebe vermitteln können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern außerdem genügend Ausbildungsplätze. Dies kann durch eine Umlagefinanzierung ermöglicht werden, bei der alle Betriebe, die nicht ausbilden eine Umlage zahlen, die dann in Ausbildungen investiert wird. So gibt es mehr ausbildende Betriebe und die Qualität der Ausbildungen steigt, weil z.B. bessere Vergütung möglich ist und überbetriebliche Ausbildungsstätten finanziert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Berlin gibt es die Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung, ein sehr sinnvolles und hilfreiches Konzept, das derzeit noch recht unbekannt ist. Durch eine Umbenennung kann sie attraktiver und bekannter gestaltet werden. Wir fordern außerdem eine Orientierungsausbildung, bei der man die Branche und Berufliche Schulen, Oberstufenzentren, kennenlernt, aber sich noch nicht für eine Ausbildung entscheidet. Durch Zentrale Tage der offenen Tür in den Oberstufenzentren und organisierte, begleitete Teilnahme von Schüler*innen der allgemeinbildenden Schulen können diese Art von Angeboten besser an die Schüler*innen getragen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>FLINTA in männerdominierten Berufen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir brauchen dringend mehr Handwerker*innen und FLINTA sind die größte Potenzialgruppe. Um FLINTA für den Handwerksberuf zu begeistern, braucht es mehr Vernetzung unter den Frauen, Sensibilisierung bei den bisher männlich dominierten Betrieben und gezielte Berufsorientierung. Zudem braucht es Beschwerdestrukturen für Antidiskriminierung und für Probleme im Betrieb. Dabei sollte alles zentral über eine Stelle laufen, damit diese auch bekannt wird und sich etabliert. Es braucht auch eine zentrale Beratungsstelle (z.B. für Azubis mit Kind, oder Hilfe bei Bürokratie), die über das Azubiwerk läuft. Dieses wollen wir analog zum Studierendenwerk aufbauen. Das Azubiwerk soll außerdem Wohnraum akquirieren, um die Wohnungskrise für Azubis zu bekämpfen. Auch gemeinsame Studi- und Azubiwohnheime können eine geeignete Strategie sein. Genau so, wie es an Unis zusätzlich zu den Modulen beispielsweise FLINTA-Programmierkurse gibt , sollte es auch kostenlose und bekannte Angebote für FLINTA in Ausbildungen geben (z.B. Schweißkurse), um die Möglichkeit zu haben sich auf den Beruf vorzubereiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie das Handwerk sind die Digitalwirtschaft und Start-up-Unternehmen ein männlich dominiertes Feld, in denen FLINTA eher die Ausnahme bilden. Berlin ist Hotspot der Digitalwirtschaft und Ort digitalpolitischer Debatten. Die Digitalwirtschaft mit ihren vielen Start-ups ist ein zentraler Motor der wirtschaftlichen Entwicklung und sichert Berlin als Standort mit Zukunft. Doch der Anteil von weiblichen Gründerinnen liegt in Berlin bei nur 18,3 Prozent<a href="#_ftn2">[2]</a>. Deshalb setzen wir uns für höhere Frauenquoten bei der Vergabe von Gründungsförderungen ein. Wir müssen zudem die Aus- und Weiterbildungsangebote für digitale Kompetenzen für FLINTA fördern und FLINTA in der Digitalbranche sichtbarer machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sind FLINTA stark unterrepräsentiert. In den Leistungskursen, den Ausbildungen oder Studiengängen, den Professuren oder der Berufswelt bilden FLINTA nur die Ausnahme, sodass gut bezahlte Jobs oder Entscheidungspositionen männlich besetzt bleiben. Die Förderung für Mädchen und junge FLINTA in MINT-Fächern muss schon ab der Grundschule regelmäßig angesetzt und durch alle weiterführenden Schulen fortgesetzt werden. Gezielte Schnupperangebote in außerschulischen Bildungseinrichtungen sowie Initiativen und Vereine, die die spielerische Vermittlung von MINT-Kompetenzen an Mädchen und junge FLINTA zum Ziel haben, wollen wir in Berlin stärker unterstützen. Genau wie im Handwerk sind wir im MINT-Bereich mit einem extremen Fachkräftemangel konfrontiert, der uns nicht zuletzt bei der Bekämpfung der Klimakrise Steine in den Weg legt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ungerechte Verteilung von Care-Arbeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Begriff „Vollzeitarbeit“ erkennt nur die Lohnarbeitszeit an. Besonders FLINTA, aber auch andere Menschen mit Sorgeverantwortung, leisten zusätzlich zu ihrer Lohnarbeit viele Stunden unbezahlte Arbeit. Wer einen Haushalt führt, Kinder erzieht und eine Familie versorgt, die*der arbeitet. Um das neben der Erwerbsarbeit zu schaffen, wünschen sich viele Arbeitnehmer*innen eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich<a href="#_ftn3">[3]</a>. Wir wollen den erfolgreichen Beispielen vieler Städte folgen und in Berlin ein Modellprojekt zur reduzierten Wochenarbeitszeit auf den Weg bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig gilt es in Berlin verlässliche Strukturen in Kita- und Ganztag anzubieten, um qualitativ hochwertige Betreuung und Bildung zu ermöglichen. Hierzu sind Qualifizierungs- und Onboardingstrategien auch für Quereinsteiger*innen, Jobwechlser*innen, Einwander*innen und Menschen mit Fluchthintergrund zu entwickeln, um den wachsenden Bedarf an Fachkräften zu decken und berufsbegleitende Qualifizierung zu ermöglichen. Die bündnisgrüne Abgeordnetenhausfraktion hat erfolgreich für höhere Löhne für Erzieher*innen gekämpft - nun gilt es, auch die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass sich in Zukunft wieder mehr Menschen für diesen Beruf entscheiden. Wir unterstützen deshalb - sowohl zum Wohl der Kinder als auch zum Erreichen von besseren Arbeitsbedingungen für das Personal - die Bestrebungen zum Kita Qualitätsentwicklungsgesetz unserer Bundesfamilienministerin Lisa Paus. Ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot erleichtert vor allem Frauen ihre Erwerbsarbeitszeit und Entwicklungsmöglichkeiten frei zu wählen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>FLINTA in Führungspositionen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für mehr Geschlechtergerechtigkeit braucht es auch mehr FLINTA in Führungspositionen - sowohl, weil sie Unternehmen oft anders leiten, als auch weil sie so Vorbild für jüngere Frauen sind. Bis eine Ausgeglichenheit beim Zugang zu Führungspositionen erreicht ist, braucht es deshalb Maßnahmen, die den Weg von FLINTA in Führungspositionen gezielt unterstützen. Gerade bei den Landesunternehmen konnten wir während unserer Regierungszeit wichtige Schritte gehen - daran gilt es anzuknüpfen und diesen Weg weiter zu gehen. Schwarz-Rot lässt hier viel zu viel Potenzial in unserer Stadt liegen; wir wollen hingegen endlich die Hälfte der Macht - auch in Führungspositionen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Lohnungleichheit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen verdienen auch dann weniger, wenn das Land Berlin Arbeitgeberin ist. Es ist nicht glaubwürdig, sich gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz einzusetzen, wenn diese Ungleichheit bei den eigenen Arbeitnehmer*innen fortbesteht. Deshalb fordern wir den Senat auf, effektive Maßnahmen für Lohngerechtigkeit umzusetzen und Transparenz herzustellen. Um gleiche Chancen und faire Löhne für alle zu erreichen, müssen wir die Hindernisse beseitigen, die das verhindern. Dazu gehören undurchsichtige <em>Tarifeinstufungen</em>, die Elternzeit als Karrierestopper und die Schwierigkeit, Familie und Vollzeitjob zu vereinbaren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>FLINTA im Niedriglohnsektor</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Knapp jede fünfte Frau (19 Prozent)<a href="#_ftn4">[4]</a> arbeitete im April 2023 in Deutschland im Niedriglohnsektor. Sowohl im Bund als auch in Berlin hat der Mindestlohn die Lohnsituation vieler Menschen verbessert. Um die sozialpolitische Situation von Menschen abzusichern, müssen der Mindestlohn weiter erhöht und gesetzliche Kontrollen verstärkt werden. Berlin sollte dabei weiterhin eine Vorreiterrolle spielen. Teilzeitarbeit darf kein Hindernis für berufliche Entwicklung sein und nicht zu niedrigerem Einkommen oder Altersarmut führen. Es ist wichtig, die EU-Mindestlohnrichtlinie umzusetzen, die Mitbestimmung zu stärken und die Beteiligung von FLINTA zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Berlin fordern wir den Ausbau von Programmen für den (Wieder)-Einstieg von Alleinerziehenden und Coachingprogramme für FLINTA in Minijobs, um ihren Einstieg in Beschäftigung mit Sozialversicherung zu fördern. Um FLINTA aus prekären Arbeitsbeschäftigungen zu helfen, fordern wir die rechtliche und die steuerrechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien. Eine echte Gleichstellung bedarf außerdem eines Nationalen Aktionsplans, vergleichbar mit dem Aktionsplan zur Bekämpfung von Hass und Hetze bei LGBTIQ*-Personen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Tarifverträge</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tarifverträge sichern gute Arbeitsbedingungen, Mitbestimmungsrechte, Zeit für Weiterbildung und Work-Life-Balance. In Berlin haben nur 13 Prozent der Unternehmen eine Tarifbindung, während es im öffentlichen Dienst und bei den landeseigenen Unternehmen 60 Prozent sind – dies ist deutlich ausbaufähig. Konsequente Maßnahmen gegen die sinkende Tarifbindung sind notwendig. Dies kann in Berlin unter anderem durch die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand an Unternehmen, die einem Tarifvertrag angehören, erreicht werden, zum Beispiel bei Schulessen oder Schulreinigung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein effektives Entgeltgleichheitsgesetz ist ebenfalls erforderlich, um Chancengerechtigkeit zu fördern und die EU-Richtlinie für Lohngleichheit umzusetzen. In der Betrachtung und Eingruppierung von Erzieher*innen versus Ingenieur*innen und Handwerker*innen gibt es nach wie vor strukturell unterschiedliche Bewertungen. Das Land Berlin soll seine Stimme in der Tarifgemeinschaft der Länder einbringen, um einen Prozess anzustoßen, der auch die Eingruppierungen im Öffentlichen Dienst im Hinblick auf Geschlechterstereotype und verfestigte Ungleichheiten untersucht und anpasst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Intersektionaler Blick auf den Arbeitsmarkt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt hängt nicht nur vom Geschlecht ab. Verschiedene Diskriminierungsformen wirken gleichzeitig und beeinflussen sich dabei. Um spezifische Diskriminierungsformen besser erkennen und abbauen zu können, ist deswegen eine intersektionale Perspektive notwendig. So sind migrantische FLINTA auf spezifische und unterschiedliche Weisen in der Arbeitswelt diskriminiert. FLINTA migrieren aus den verschiedensten Gründen und sind eine in sich sehr vielfältige Gruppe. Entsprechend unterschiedlich ist der Unterstützungsbedarf, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Für geflüchtete FLINTA stellt die Massenunterkunft von geflüchteten Personen am ehemaligen Flughafen Tegel (UA TXL) zudem aktuell eine weitere Herausforderungen dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vorhandene Strukturen und Angebote in Berlin müssen sich sowohl an zugewanderte FLINTA selbst als auch an die im Wege des Familiennachzugs mit- und nachreisenden Familienangehörigen richten. Diese Strukturen und Angebote sollen den Wunsch nach Erwerbsarbeit unterstützen, dürfen dabei aber nicht nur auf ein Aktivwerden der Zugewanderten und deren Kenntnis des deutschen Bildungs- und Arbeitsmarktes setzen. Hier müssen die vielfältigen Wege und Möglichkeiten aufgezeigt werden und die Informationen zu den FLINTA gebracht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch FLINTA mit Schwerbehinderung erfahren auf dem Arbeitsmarkt eine doppelte Diskriminierung: die Überschneidung der Diskriminierung aufgrund ihrer Behinderung und aufgrund ihre Geschlechts macht ihre Position im Arbeitsmarkt besonders marginal. Sie werden schlechter bezahlt, erhalten selten Vollzeit- und Führungspositionen und sind durch Haushalts- und Familienaufgaben besonders belastet. Deswegen müssen wir sie darin zu empowern, selbst zu handeln und selbst zu entscheiden. Von gleichberechtigter Teilhabe sind wir noch weit entfernt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine strukturelle dauerhafte Förderung ist essentiell, um vorhandene Berliner Projekte, die schwerbehinderte FLINTA empowern, weiterzuentwickeln statt immer wieder neue Modellprojekte zu starten. Wir brauchen eine dauerhafte und stabile Finanzierung der Angebote, die regelmäßig angepasst wird, weil Bedarfe und Aufgaben stets wachsen. Außerdem ist ein gesellschaftlicher und politischer Bewusstseinswandel nötig: weg von der rein medizinischen Betrachtung hin zum Empowerment – Menschen mit Behinderungen sind Expert*innen eigener Sache. Darüber hinaus ist es notwendig, dass Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und anderen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gesetzlich verankert und finanziell ausgestattet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Was wir fordern:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir müssen FLINTA für den Handwerksberuf begeistern, aber auch die Bedingungen für diese Gruppe verbessern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>FLINTA in der Digitalwirtschaft, in der Selbständigkeit und in MINT-Fächern dürfen nicht weiter die Ausnahme sein. Wir müssen aktiv daran arbeiten, die Strukturen in diesen Bereichen zu verändern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Care-Arbeit muss endlich als gleichwertige Arbeit anerkannt werden. Wir fordern in Berlin ein flächendeckendes und qualitatives Betreuungsangebot.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern gezielte Maßnahmen, die Frauen dabei unterstützen, in Führungspositionen zu kommen, und so die Bemühungen für mehr Gleichberechtigung in Führungsetagen weiterführen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Entgelttransparenzgesetz muss endlich ausgeführt werden und zur Lohntransparenz verpflichten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Im Bund wie in Berlin sind eine weitere Anhebung des Mindestlohns und stärkere gesetzliche Kontrollen notwendig. Hierbei sollte Berlin weiterhin seiner Vorreiterrolle gerecht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Tarifbindung in Berliner Unternehmen muss deutlich ausgebaut werden, um gute Arbeitsbedingungen zu sichern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Spezifische Formen von Diskriminierung müssen besser erkannt und bekämpft werden. Geflüchtete FLINTA brauchen Unterstützung, die an ihre besonderen Bedürfnisse angepasst ist. Um schwerbehinderten FLINTA gleiche Teilhabe zu ermöglichen, müssen Angebote dauerhaft und verlässlich finanziert werden.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, liegt in Deutschland seit vier Jahren unverändert bei 18 Prozent. Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Personen (FLINTA) sind von unfairer Entlohnung und ungleicher Behandlung auf dem Arbeitsmarkt besonders betroffen. Knapp jede fünfte Frau (19 Prozent) arbeitete im April 2023 in Deutschland im Niedriglohnsektor. FLINTA sind auch seltener in Führungspositionen vertreten (nur zu 28,7 Prozent). Zudem übernehmen FLINTA mehr unbezahlte Sorgearbeit, weshalb sie weniger oft in Vollzeit angestellt sind. Mehr als zwei Drittel der 6,4 Millionen Minijobs in Deutschland werden von Frauen getätigt. Das beeinträchtigt ihre finanzielle Unabhängigkeit und erhöht das Risiko für Altersarmut. Ohne die Erwerbs- und Care-Arbeit von FLINTA wäre unsere Gesellschaft jedoch nicht funktionsähig. Daher setzen wir uns dafür ein, dass gute Arbeit gerecht entlohnt wird und die Bedeutung von Care-Arbeit anerkannt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quellen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_027_621.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_027_621.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a><a href="https://projektzukunft.berlin.de/standort/startups"><span class="underline">https://projektzukunft.berlin.de/standort/startups</span></a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a><a href="https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-rund-81-prozent-der-vollzeitbeschaftigten-wollen-vier-tage-woche-49242.htm"><span class="underline">https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-rund-81-prozent-der-vollzeitbeschaftigten-wollen-vier-tage-woche-49242.htm</span></a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref4">[4]</a><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_050_62.html#:~:text=19%20%25%20der%20Frauen%20arbeiteten%20im%20Niedriglohnsektor&amp;text=Bei%20den%20M%C3%A4nnern%20war%20es,st%C3%A4rker%20als%20bei%20den%20M%C3%A4nnern"><span class="underline"> https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_050_62.html#:~:text=19%20%25%20der%20Frauen%20arbeiteten%20im%20Niedriglohnsektor&amp;text=Bei%20den%20M%C3%A4nnern%20war%20es,st%C3%A4rker%20als%20bei%20den%20M%C3%A4nnern</span></a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 06 Sep 2024 11:31:24 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V2: Die Friedensstatue muss bleiben!</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/72998</link>
                        <author>Shirin Kreße (KV Berlin-Mitte)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/72998</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit September 2020 steht in Berlin Moabit die Friedensstatue &quot;Ari&quot; zur Erinnerung an das Schicksal der sogenannten „Trostfrauen“ im Zweiten Weltkrieg. Die Friedensstatue ist ein feministisches Denkmal für schätzungsweise 200.000 Mädchen und Frauen, überwiegend aus Korea und China, die im Zweiten Weltkrieg von Japans systematischen Entführungen und Zwang zur sexuellen Sklaverei betroffen waren. Es geht jedoch über seinen historischen Rahmen hinaus und dient als internationales Symbol gegen sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe. Die Friedensstatue ist ein Symbol der Hoffnung für Opfer sexueller Gewalt weltweit. Aktuelle und historische kriegerische Auseinandersetzungen und die damit verbundenen sexualisierten Gewaltverbrechen an Frauen verpflichten uns, an dieses Leid zu erinnern und einem Totschweigen / Tabuisierung aktiv entgegenzuwirken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Statue wurde von der AG „Trostfrauen“ des Korea-Verbandes errichtet. Die AG leistet Bildungs- und Aufklärungsarbeit und führt u.a. Projekte mit Schulen zum Thema sexualisierter Gewalt in kriegerischen Konflikten durch, z.B. zu Wehrmachtsbordellen oder zu Kriegsverbrechen an Ezid*innen und im Kongo. Auch die sexuelle Ausbeutung vietnamesischer Frauen durch koreanische Soldaten im Vietnamkrieg wird dabei thematisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Friedensstatue Ari ist in der Nachbar*innenschaft bekannt, bei sehr vielen beliebt und sich somit zum festen Teil des Bezirkes und Berlins etabliert. Zuletzt haben 3000 Moabiter*innen einen Einwohnerantrag unterschrieben, der den Erhalt der Statue fordert. Zudem hat sie für viele verschiedene migrantische Communitys, wie die der koreanischen, ezidischen, armenischen oder der kurdischen, eine wichtige Bedeutung. Darüber hinaus führt die AG &quot;Trostfrauen&quot; des Korea-Verbandes eine enge Zusammenarbeit mit &quot;Decolonize Berlin&quot;, &quot;Omas gegen Rechts&quot;, dem &quot;Ezidischen Frauenrat&quot;, dem &quot;Deutschen Gewerkschaftsbund&quot;, der &quot;Japanischen Fraueninitiative&quot; und weiteren Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Friedensstatue wird vom Bezirk Mitte derzeit nur geduldet. Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte hat in den letzten Jahren mehrfach den dauerhaften Erhalt der Statue gefordert und beschlossen. Das Bezirksamt Mitte jedoch plant den Abbau der Statue.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit der Aufstellung der Statue 2020 gab es wiederholt Versuche der japanischen Regierung, auf eine Entfernung der Statue hinzuwirken. Nach seinem Japan-Besuch im Mai 2024 nannte Kai Wegner die Statue in einer Pressemitteilung eine „einseitige Darstellung“, die so nicht mehr stattfinden dürfe. Die Förderung eines Bildungsprojekts des Korea-Verbands zu sexualisierter Gewalt in Kriegen aus dem Projektfonds für Kulturelle Bildung wurde daraufhin gestoppt, offenbar auf Druck durch die Senatskanzlei. Dieses Verhalten von Kai Wegner kritisieren wir aufs Schärfste.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN stehen an der Seite des Korea-Verbands und der Friedensstatue und setzen uns für den dauerhaften Erhalt dieses feministischen Denkmals ein. Einen Abbau lehnen wir ab. Unsere Abgeordneten im Abgeordnetenhaus und in den Bezirken sowie unsere Amtsträger*innen in den zuständigen Ressorts setzen sich für den dauerhaften Erhalt der Friedensstatue ein.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://taz.de/Umstrittene-Friedensstatue-in-Berlin/!6026484/">https://taz.de/Umstrittene-Friedensstatue-in-Berlin/!6026484/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/08/wegner-bildungsprojekt-stopp-trostfrauen-berlin-moabit.html">https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/08/wegner-bildungsprojekt-stopp-trostfrauen-berlin-moabit.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2024/pressemitteilung.1447246.php">https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2024/pressemitteilung.1447246.php</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.change.org/p/save-ari-die-friedensstatue-muss-bleiben/u/32804650">https://www.change.org/p/save-ari-die-friedensstatue-muss-bleiben/u/32804650</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 05 Sep 2024 11:08:23 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V3: Wer schlägt der geht: Antrag die Inhalte der Initiative §25/11 in die Mietverträge von  Wohnungsbaugesellschaften aufzunehmen</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/72976</link>
                        <author>Lillemor Mallau (KV Berlin-Pankow)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/72976</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer schlägt, der geht: Antrag zur Überprüfung der rechtsverbindlichen Aufnahme der Inhalte der Initiative §25/11 zum Thema Häusliche Gewalt in alle neuen Mietverträge der staatlichen Wohnungsbaugesellschaften in Berlin.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch Beziehungspartnerinnen und Beziehungspartner erlebt. </p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>256.276 Menschen in Deutschland wurden 2023 Opfer häuslicher Gewalt, davon sind 70 Prozent weiblich. Dies ist ein Anstieg um 6,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. 78.341 Menschen wurden 2023 Opfer innerfamiliärer Gewalt zwischen nahen Angehörigen. Dies sind 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt das neue umfassende Lagebild, das heute von Bundesinnenministerin Nancy Faeser, Bundesfrauenministerin Lisa Paus und der Vizepräsidentin beim Bundeskriminalamt, Martina Link, in Berlin vorgestellt wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die <a href="https://paragraph2511.de/">Kampagne §25/11</a> bezieht sich auf den 25.11. — den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – und soll dort für Aufmerksamkeit sorgen, wo häusliche Gewalt stattfindet: in den Wohnhäusern. Dafür wurden unter anderem Plakate und Postkarten erstellt sowie ein Kunstparagraf entwickelt, der als Anlage in den Mietvertrag aufgenommen werden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Aufmerksam machen alleine reicht jedoch nicht: Von Gewalt betroffene Frauen stehen oft vor dem verehrenden Dilemma, dass sie nach einer Wegweisung des Täters durch die Polizei, die zur Zeit nur für 2 Wochen möglich ist, oder einer längeren Wegweisung durch ein Gericht, trotzdem große Mühe und hohen juristischen Aufwand haben, die gemeinsame Wohnung vom Vermieter zugesprochen zu bekommen. Bei der angespannten Wohnungslage am Berliner Wohnungsmarkt ist die fehlende Aussicht auf einen neuen Mietvertrag oder die Überschreibung des aktuellen Mietvertrages einer der Hauptgründe, warum Frauen in häuslichen Gewaltsituationen trotz der hohen Gefahr der sie sich aussetzten mit dem Täter weiterhin in einer Wohnung zu leben. Frauenhäuser können hier nur einen sehr kurzfristigen Hilfsansatz bieten, wenn überhaupt – die Plätze sind allgemein zu wenig, für viele Frauen zu teuer, zu weit weg von Kita und Schule der Kinder.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es kann auch im umgekehrten Fall so sein, das ein Opfer nicht raus kommt aus einem gemeinsam unterschrieben Mietvertrag, da der Vermieter auf der Vorsetzung des Mietverhältnisses mit der Haftung beider Partner besteht. Dann kann üblicherweise keine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ausgestellt werden, das Opfer bleibt in der finanziellen Haftung und ist den finanziellen rechtlichen Konsequenzen ausgeliefert, wenn der Täter die Miete bei einem Auszug nicht weiterzahlt. Dieser Fall tritt häufig ein bei Opfern die finanziell auf keine staatlichen Hilfeleistungen angewiesen sind, diese Gruppe von Frauen, die statistisch genauso große ist wie die andere, fällt beim stattlichen Hilfe System oft komplett durch das soziale Netz, zB auch was Prozesskostenhilfe etc angeht. Die finanziellen Auswirkungen sind neben den emotionalen enorm belastend für diese Opfergruppe.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der <strong>§ 543 Abs. 1 BGB</strong> gibt einen rechtswirksamen Ansatz, wie Opfer von häuslicher Gewalt wirksam geholfen werden kann. Für eine <a href="https://www.mietrecht.com/gruende-fristlose-kuendigung-wohnung/">fristlose Kündigung aus wichtigem Grund</a> ist erforderlich, dass der Mieter <em>(Anm. oder eben einer der Mieter)</em> den Hausfrieden nachhaltig und erheblich gestört hat, zum Beispiel durch Beleidigungen, Mobbing und Randalieren. I<strong>m starken und dauerhaften Maße </strong>kann eine Störung des Hausfriedens eine <a href="https://www.mietrecht.com/fristlose-kuendigung-vermieter/">fristlose Kündigung durch den Vermieter</a> als Konsequenz haben. Dieses Recht der außerordentlichen Kündigung ist in Deutschland laut dem <strong>Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)</strong> sowohl dem Vermieter als auch dem Mieter gegeben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der <strong>§ 543 Abs. 1 BGB</strong> besagt dazu Folgendes: „Jede Vertragspartei kann das Mietverhältnis aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der <a href="https://www.mietrecht.com/kuendigungsfrist-mietvertrag/">Kündigungsfrist</a> oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn in künftigen Mietverträgen der außerordentliche Kündigungsgrund „Häusliche Gewalt“ als wichtiger und ausreichender Kündigungsgrund für eine fristlose bzw. außerordentliche Kündigung angeführt angeführt wird, obliegt es dem Täter nachzuweisen, dass dieser Grund nicht stattgefunden hat. Eine Umschreibung des Mietvertrages sollte dann unkompliziert möglich sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Betont wird, dass zunächst eine juristisches Urteil / Anweisung des Gerichtes/ nachweisliche juristische Grundlage gegeben sein muss zur Verurteilung des Täters, damit kein Missbrauch einfach stattfinden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://paragraph2511.de/">https://paragraph2511.de/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.peix.de/work/ss25-11-haus-ohne-hausliche-gewalt">https://www.peix.de/work/ss25-11-haus-ohne-hausliche-gewalt</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0122/anti-gewalt-kampagne-zeit-fuer-eine-neue-hausordnung-012211a.htm">https://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0122/anti-gewalt-kampagne-zeit-fuer-eine-neue-hausordnung-012211a.htm</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://bv-hh.de/wandsbek/documents/gemeinsam-hinsehen-handeln-initiative-25-11-haus-ohne-haeusliche-gewalt-im-bezirk-wandsbek-unterstuetzen-debattenantrag-der-fraktion-die-gruenen-und-der-spd-fraktion-angemeldet-von-der-fraktion-die-gruenen-169035">https://bv-hh.de/wandsbek/documents/gemeinsam-hinsehen-handeln-initiative-25-11-haus-ohne-haeusliche-gewalt-im-bezirk-wandsbek-unterstuetzen-debattenantrag-der-fraktion-die-gruenen-und-der-spd-fraktion-angemeldet-von-der-fraktion-die-gruenen-169035</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.deutsche-wohnen.com/ueber-uns/presse-news/pressemitteilungen/ein-haus-ohne-haeusliche-gewalt-deutsche-wohnen-unterstuetzt-plakataktion-der-initiative-2511/">https://www.deutsche-wohnen.com/ueber-uns/presse-news/pressemitteilungen/ein-haus-ohne-haeusliche-gewalt-deutsche-wohnen-unterstuetzt-plakataktion-der-initiative-2511/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/kuendigung-ausserordentliche-von-wohnraum-36-beleidigung_idesk_PI17574_HI11211360.html">https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/kuendigung-ausserordentliche-von-wohnraum-36-beleidigung_idesk_PI17574_HI11211360.html</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 04 Sep 2024 19:36:35 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V4: Antrag zur Einführung von elektronischen Fußfesseln als Maßnahme zum Schutz von Frauen im Rahmen der Umsetzung der Istanbul Konvention und nach Vorbild des Beschlusses der Innenministerkonferenz.</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/72975</link>
                        <author>Lillemor Mallau (KV Berlin-Pankow)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/72975</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei einem rechtsgültig angeordneten Kontakt – und Näherungsverbot für Opfer von häuslicher Gewalt beantragen wir im Rahmen der elektronischer Aufenthaltsüberwachung den schnellstmöglichen Einsatz von elektronischen Fußfesseln im Land Berlin nicht nur zu prüfen, sondern mit allen Mitteln umzusetzen und die entsprechende Budget für die Umsetzung bereit zu stellen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch Beziehungspartnerinnen und Beziehungspartner erlebt- und das ist nur die Spitze des Eisberges der Gewalt gegen Frauen. </p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Lagebild „Häusliche Gewalt“ 2024 zeigt: Die Zahl der gemeldeten Fälle von Gewalt ist erneut deutlich gestiegen. Nahezu ein Viertel aller in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Fälle von Gewalt sind Fälle häuslicher Gewalt. Überwiegend betrifft die Gewalt Frauen: 70,5 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind weiblich, während die Täter zumeist Männer waren (75,6 Prozent).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Auch die Zahl derer steigt, die im Zuge der Gewalt getötet wurden: Wenn man vollendeter Mord, vollendeten Totschlag und Körperverletzung mit Todesfolge zusammenfasst, sind über 361 Frauen in 2023 gewaltsam ums Leben gekommen. Die Zahl der Femizide weist Deutschland inzwischen europaweit als Brennpunkt aus.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quelle PKS 2023, Femicide Observation Center Germany, Prof. Dr. Kristina Wolff</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hinzukommt, dass viele Femizide als solche in der Kriminalstatistik gar nicht ausgewiesen werden, sie verstecken sich hinter Begriffen wie „erweiterter Suizid“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die sogenannte Istanbul-Konvention – ein Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – ist in Deutschland seit 2018 geltendes Recht sei. Aber leider gibt es das darin vorgesehene Gefährdungsmanagement in Deutschland bisher nicht flächendecke, eine elektronische Überwachung von hochgefährlichen Gefährdern findet in Deutschland bisher nicht statt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach Art 2 (2) der deutschen Verfassung ist esKernaufgaben des Staates für den Schutz seiner Bürger und Bürgerinnen zu sorgen. Der Mut vieler Opfer sich endlich aus gewalttätigen Beziehungen und Haushalten unter Lebensgefahr herauszubegeben, wird vom Staat oft genug mit Hilflosigkeit bei der Umsetzung der angeordneten Schutzauftrages konterkariert. Angeordnete Kontakt- und Annäherungsverbote wirken nicht, sie können nicht überwacht und die Opfer nicht rechtzeitig bei einer Näherung des Täters gewarnt und Hilfe geholt werden. Der Staat versagt systematisch beim Schutz der Schwächsten in der kritischsten Phase der Trennung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Es gibt nicht ausreichend Frauenhausplätze, keine gute Finanzierung der Beratungsstellen, kaum Täterarbeit, kaum Prävention“ merkt Asha Hedayati, Familienrechtanwältin und Buchautorin, richtig in der Presse an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Den Schutz von Opfern gegen Täterarbeit auszuspielen, anzunehmen, dass wir uns nur genug auf die Täterarbeit konzentrieren müssten in unserem Anstrengungen, wird dem Umstand nicht gerecht, dass der zeitnahe Schutz und die Warnung des Opfers für jedes Opfer im Gefährdungsfall Lebensentscheident sein kann und die Finanzierung von Täterarbeit und zusätzlichen Frauenhäusern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Kapitel 1 Absatz a der Istanbul Konvention besagt, dass Zweck des ganzen Übereinkommens ist, „Frauen vor allen Formen von Gewalt zu schützen und Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Istanbul Konvention ist geltendes Recht in Deutschland. Um diesen Schutz effektiv umzusetzen und im wahrsten Sinne des Wortes Leben schützen zu können, beantragen wir den schnellstmöglichen Einsatz von elektronischen Fußfesseln in Kombination mit „Smart Watch“ Alarmarmbändern nach Vorbild des Spanischen Models in Berlin als Sofort- Maßnahme zur Umsetzung der Istanbul Konvention.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die dringende Empfehlung im Rahmen der elektronischer Aufenthaltsüberwachung „elektronischen Fußfesseln“ anzuwenden, wurde bereits mehrfach und zuletzt von allen Innenminister*innen Deutschlands auf der Innenministerkonferenz vom 19. bis 21. Juni 2024 und ist in der Sammlung der zur Veröffentlichung freigegeben Beschlüsse der 221. Sitzung der Ständigen Konferenz der Innenminister und – senatoren der Länder unter dem Top 101 auf Seite 102 veröffentlicht worden. Eine Prüfung durch das Innenministerium des Landes Berlins hat also bereits ausgiebig stattgefunden, es gibt keinen Grund die Umsetzung zurückzuhalten, wenn das Spanische Model eingeführt werden würde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wie die beiden aktuellen Femizid Fälle aus diesem Monat in Berlin wieder mal zeigen- zwei Leben hätten durch den Einsatz der elektronischen Fußfessel in Kombination mit dem „Smart Watch“ Armband gerettet werden können. „Spanien verwendet neben der elektronischen Fußfessel Armbänder, ähnlich einer Smartwatch, um die Opfer zu schützen. Sobald der Abstand zwischen beiden Personen weniger als 500 Meter beträgt, schlägt das System Alarm. „Die Frau kann Schutz in einem Restaurant, in einer Kneipe oder im Haus suchen, während die Polizei ebenfalls alarmiert und bereits auf dem Weg ist.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Wir erleben nicht selten, dass sich gewalttätige Männer trotz Kontaktverbot Frauen nähern“, bestätigte der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro in Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Erklärung Spanisches Model (Weiße Ring)</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Der Weiße Ring verweist auf Spanien als Vorbild. „Spanien gilt als Vorreiter bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Mit GPS-gestützten Armbändern schützt das Land Opfer vor Gewalttätern. Das Ministerium für Gleichstellung der spanischen Regierung veröffentlicht regelmäßig Informationen zu geschlechtsspezifischer Gewalt auf einer eigenen Internetseite.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Spanien bietet seit fast zwei Jahrzehnten viele Hilfestellungen zum Schutz der Opfer. Das Hilfssystem beruht laut der Expertenkommission GREVIO des Europäischen Rates zur Umsetzung der Istanbul-Konvention auf der guten Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden, spezialisierten Gerichten, den Gesundheitsdiensten und den Einrichtungen, die Rechtsberatung für Frauen anbieten. Spanien hat mit „VioGén“ ein umfassendes Überwachungssystem für geschlechtsspezifische Gewalt. Das System erfasst alle gemeldeten Fälle in Spanien und dient der Polizei zur Risikobewertung bei „häuslicher Gewalt“. In Hochrisikofällen kann das Umgangsrecht des Vaters für gemeinsame Kinder zum Schutz der Frau ausgesetzt werden.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Seit 2009 können Gerichte in Spanien auch das Tragen einer elektronischen Fußfessel anordnen, um Kontakt- und Annäherungsverbote von Gewalttätern zu überwachen. Spanien verwendet auch Armbänder, ähnlich einer Smartwatch, um Opfer zu schützen. Die Einführung der GPS-gestützten Überwachung war eine Reaktion auf die Erkenntnis, dass herkömmliche Methoden wie gerichtliche Kontakt- und Annäherungsverbote oft nicht effektiv waren und Opfern keinen Schutz boten. Das spanische Modell unterscheidet sich grundlegend von der in Deutschland verwendeten Methode. Täter und Opfer tragen in Spanien ein elektronisches GPS-Gerät bei sich. Beim Täter ist es am Körper fixiert, die zu schützende Person trägt es wie ein Smartphone bei sich. Sobald der Abstand zwischen beiden weniger als 500 Meter beträgt, schlägt das System Alarm, und die Polizei kann schnell reagieren. Das Opfer wird kontaktiert und nicht alleingelassen. Die Leitstelle lotst die Polizei zum Einsatzort. Die Polizei wird auch alarmiert, wenn das elektronische Armband entfernt wird oder defekt ist“. „Die Statistik legt nahe, dass die neuen Gesetze, das gesteigerte öffentliche Bewusstsein und der Einsatz der elektronischen Armbänder vielen Frauen das Leben gerettet haben.“ „Laut der Regierungsdelegierten für den Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt, Victoria Rosell, wurde im Rahmen des Überwachungsprogramms keine Frau getötet.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quelle: Weißer Ring</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>&quot;Wir wissen, dass die Erfolgsquote, bei denen die Fußfessel eingesetzt wurde, 100 Prozent beträgt. Keine der Frauen, die in diesem Programm waren, ist dann getötet worden&quot;, Liesching,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quelle 8.3.2024 hessenschau</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jede getötete Frau ist eine zu viel!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Weiterführende Informationen und Links</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://forum-opferhilfe.de/elektronische-aufenthaltsuberwachung-spanien-femizide-fussfessel/">https://forum-opferhilfe.de/elektronische-aufenthaltsuberwachung-spanien-femizide-fussfessel/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.weser-kurier.de/bremen/elektronische-fussfessel-bremen-will-mehr-schutz-fuer-frauen-doc7wy8kcrdvpt120hksmak">https://www.weser-kurier.de/bremen/elektronische-fussfessel-bremen-will-mehr-schutz-fuer-frauen-doc7wy8kcrdvpt120hksmak</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2024/Presse2024/240607_PM_BLB_Haeusliche_Gewalt.html">https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2024/Presse2024/240607_PM_BLB_Haeusliche_Gewalt.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.innenministerkonferenz.de/IMK/DE/termine/to-beschluesse/2024-06-21-19/beschluesse.pdf;jsessionid=85490A389FBC23B83CF8234EF13019D7.live532?__blob=publicationFile&amp;v=2">https://www.innenministerkonferenz.de/IMK/DE/termine/to-beschluesse/2024-06-21-19/beschluesse.pdf;jsessionid=85490A389FBC23B83CF8234EF13019D7.live532?__blob=publicationFile&amp;v=2</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/bremen-schafft-voraussetzungen-fuer-die-elektronische-fussfessel-43634">https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/bremen-schafft-voraussetzungen-fuer-die-elektronische-fussfessel-43634</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 04 Sep 2024 19:30:11 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V1: Geschlechtergerechte und inklusive Gestaltung von öffentlichen Calisthenics-Anlagen und Bewegungsparcours in Berlin</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/72928</link>
                        <author>Britta Kistenich (KV Berlin-Pankow)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/FLINTA-VV24/motion/72928</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Berlin existieren über das gesamte Stadtgebiet verteilt und insbesondere in Parks und Grünanlagen zahlreiche Calisthenics-Parks sowie Bewegungsparcours, die der Bevölkerung kostenlos zur Nutzung zur Verfügung stehen. Dies ist ein bereicherndes Angebot für Freizeit und Gesundheit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Allerdings sind die Anlagen in der Regel auf den durchschnittlichen männlichen Nutzer ausgerichtet. Dies zeigt sich insbesondere in der Höhe, Größe und Dicke der meisten Geräte, wodurch Frauen und Menschen mit kleinerer Körpergröße benachteiligt sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>So sind zum Beispiel Klimmzugstangen oder Dipstationen für kleinere Nutzende kaum zugänglich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als Bündnis 90/Die Grünen Berlin setzen uns dafür ein, dass die mit öffentlichen Geldern finanzierten Anlagen Menschen mit allen Geschlechtern und körperlichen Voraussetzungen zugänglich gemacht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Maßnahmen sollen unter anderem sein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Installation von Stangen mit verschiedenen Durchmessern, um unterschiedliche Handgrößen und Griffstärken zu berücksichtigen, soll bei Neubauten und Sanierungen von Calisthenics-Anlagen verpflichtend eingeführt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Geräte sollen in verschiedenen Höhen angebracht werden, um Menschen unterschiedlicher Körpergrößen die Nutzung zu ermöglichen. Alternativ könnten niedrigere Querstangen als Einstiegshilfen für kleinere Personen installiert werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Vor der Planung neuer Anlagen und der Sanierung bestehender Anlagen soll darauf geachtet werden, dass insbesondere Frauen und Menschen mit unterschiedlichen Körpergrößen sowie weiteren relevanten Nutzergruppen mit berücksichtigt werden. Inklusive Angebote sind zu schaffen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bei der Planung neuer Calisthenics-Anlagen sollte, wo möglich und sinnvoll, geprüft werden, ob eine Kombination mit neu entstehenden oder bereits vorhandenen Spielplätzen realisiert werden kann, um Menschen mit Kindern die Nutzung zu erleichtern. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es auch Bereiche ohne direkte Nähe zu Spielplätzen gibt, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzergruppen gerecht zu werden. So kann gewährleistet werden, dass sowohl Familien als auch Personen, die lieber in einem kinderfreien Umfeld trainieren möchten, die Anlagen optimal nutzen können.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>An allen Standorten ist für angemessene Beleuchtung auf den Wegen zur Anlage und in der Anlage selbst zu sorgen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bestehende Anlagen sollen hinsichtlich dieser Kriterien geprüft und ggf. angepasst werden</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bei Ausschreibungen und Vergaben für neue Calisthenics-Anlagen und Bewegungsparcours sollen die in diesem Antrag beschriebenen Anforderungen als obligatorische Kriterien festgelegt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Es sollen, wenn nötig, zusätzliche Mittel im Haushalt des Landes Berlin bereitgestellt werden, um die geschlechtergerechte und inklusive Anpassung der Anlagen zu finanzieren. Die Bezirke werden aufgefordert, Fördermöglichkeiten auf Landes- und Bundesebene sowie durch private Partner und Sponsoren zu prüfen.</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Öffentliche Calisthenics-Anlagen und Bewegungsparcours spielen eine zentrale Rolle in der Förderung der öffentlichen Gesundheit und des Wohlbefindens aller Berliner*innen. Sie sind kostenlos und zu jeder Zeit verfügbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dennoch wird die derzeitige Gestaltung dieser Anlagen nicht den Bedürfnissen aller gerecht, insbesondere nicht den Bedürfnissen von Frauen und Personen, die kleiner oder weniger kräftig sind als der durchschnittliche Mann und in dunklen Parks abends häufig ein geringeres Sicherheitsgefühl haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zu dicke Stangen erschweren einen festen Griff für Personen mit kleineren Händen, und zu hohe Geräte sind für kleinere Menschen kaum zugänglich. Diese Barrieren führen dazu, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen von der Nutzung dieser öffentlich geförderten Anlagen ausgeschlossen werden oder sie nur eingeschränkt nutzen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die oben genannten Punkte zur geschlechtergerechten und inklusiven Gestaltung von Calisthenics-Anlagen und Bewegungsparcours sollen sicherstellen, dass alle Berliner*innen, unabhängig von Geschlecht und Körpergröße, gleichberechtigten Zugang zu diesen Sport- und Bewegungsangeboten haben.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 03 Sep 2024 13:47:00 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>