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            <title>Landesausschuss Mai 2023: Anträge</title>
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                <title>Landesausschuss Mai 2023: Anträge</title>
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                        <title>V-2: Umbenennung in LAG Europa</title>
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                        <author>Landesausschuss (dort beschlossen am: 10.05.2023)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Wir wollen die LAG Europa Berlin-Brandenburg in LAG Europa umbenennen.</em></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die LAG Europa Berlin-Brandenburg wurde als eine gemeinsame Landesarbeitsgemeinschaft gegründet, um europapolitische Programmatik und Meinungsbildung bei Bündnis 90 / Die Grünen in den Landesverbänden Berlin und Brandenburg voranzubringen. Aufgrund der engagierten Arbeit der LAG in Brandenburg, sowie des stetigen Mitgliederzuwachses, konnte sich nun eine eigenständige Landesarbeitsgemeinschaft im Landesverband Brandenburg etablieren. Wir begrüßen diese Entwicklung und beantragen nun die formale Trennung der beiden Arbeitsgruppen für Berlin und Brandenburg. Wir werden die gute und enge Kooperation der letzten Jahre weiter fortsetzen, um europapolitische Themen und Debatten in beiden Landesverbänden weiterhin ein Forum zu bieten. Wir freuen uns über die erfolgreiche Gründung der LAG in Brandenburg und auf die Fortsetzung unserer guten Kooperation.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 09 Jun 2023 09:23:17 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-3NEU: Sicherer Hafen Berlin: Zugangswege ermöglichen, Asylrecht bewahren</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/LA2023-2/sicherer-hafen-berlin-zugangswege-ermoglichen-asylrecht-bewahren-38024</link>
                        <author>Landesausschuss (dort beschlossen am: 10.05.2023)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bündnis 90/Die Grünen Berlin lehnen die Pläne der Bundesregierung ab, sogenannte verpflichtende Grenzverfahren unter haftähnlichen Bedingungen für Asylsuchende einzuführen, im Rahmen des EU-Asyl- und Migrationspakts die Rechte schutzsuchender Menschen massiv einzuschränken und anderen EU-Staaten wie Ungarn zusätzliche Möglichkeiten für Asylrechtsaushöhlung zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Berlin hat im vergangenen Jahr zehntausende Geflüchtete aus der Ukraine sowie aus anderen Konflikt- und Krisenregionen willkommen geheißen, aufgenommen und versorgt. Das war eine große humanitäre Leistung sowohl der Zivilgesellschaft wie auch der Berliner Verwaltung. Um die Aufgabe der Unterbringung und Versorgung schutzsuchender Menschen umfassend erfüllen zu können, benötigen die Länder weitere finanzielle Unterstützung des Bundes. Doch anstatt ihrer humanitären Pflichten angesichts vor Krieg und Verfolgung fliehender Menschen gerecht zu werden und die Länder ausreichend finanziell zu unterstützen, verhandelt die Bundesregierung auf EU-Ebene in Richtung einer massiveren Einschränkung des Asylrechts als bei dem sogenannten Asylkompromiss 1993, denn EU-Verordnungen müssen auch in Deutschland unmittelbar angewendet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aktuell auf EU-Ebene diskutierte Asylverfahrens-Verordnung sieht Grenzverfahren unter Haftbedingungen vor. Dabei geht es nicht um rechtsstaatliche Asylverfahren, sondern im Kern um Schnellverfahren und Zulässigkeitsprüfungen unter Anwendung der Fiktion der Nicht-Einreise, bei der zahlreiche Schutzsuchende ohne inhaltliche Prüfung der Asylgründe zügig wieder abgeschoben werden können. Das führt weder zu mehr Humanität noch zu mehr Ordnung, sondern zu weiterer Gewalt an den EU-Außengrenzen. Auch Berlin wäre bei bestimmten Personengruppen direkt betroffen, da die Grenzverfahren für alle Schutzsuchenden aus Ländern mit einer Anerkennungsquote von unter 15% verpflichtend werden. Dies würde auch Asylsuchende in Berlin betreffen, die in Haftlagern untergebracht werden müssten. Aus dem Ankunftszentrum in Reinickendorf würde so zum Beispiel ein Haftzentrum. Außerdem würden viele mühsam erarbeitete Verbesserungen bei den Asylverfahren von der Asylverfahrensverordnung überschrieben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir lehnen die Verhandlungsposition der Bundesregierung entschieden ab und fordern die Bundesregierung auf, ihre Position zu ändern und gemeinsam eine Position auf Grundlage des Koalitionsvertrags in Brüssel zu vertreten. Nachverhandlungen sind dringend erforderlich, denn gemeinsam mit der geplanten Ausweitung Sicherer Dritt- und Herkunftsstaaten und der Verschärfung der Dublin-Regelungen - zum Beispiel mit einer Überstellungsfrist von 3 Jahren - würde die Prioritätensetzung der Bundesregierung eine weitestgehende Aushöhlung des Rechts auf Asyl sowie der Genfer Flüchtlingskonvention ergeben. Damit wären auch die Möglichkeiten Berlins Asylsuchende menschenwürdig unterzubringen und faire, rechtsstaatlich und menschenrechtlich einwandfreie Verfahren zu ermöglichen, ernsthaft gefährdet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die Bundesregierung deshalb mit Nachdruck auf, ihre Verhandlungsposition zu ändern und sich für Verbesserungen des Asylsystems einzusetzen. Die Rechte Geflüchteter müssen gewahrt bleiben. Es liegen einige Verordnungen auf dem Tisch, beispielsweise die Aufnahmerichtlinie oder Qualifikationsrichtlinie, die das Asylsystem verbessern könnten. Doch der Plan, im Rahmen des Justiz- und Innenrates der EU am 8./9. Juni 2023 oder des EU-Rates am 29./30. Juni 2023 die Asylverfahrensverordnung oder weitere Asylrechtsverschärfungen zu beschließen, muss auf eine Ablehnung Deutschlands treffen. Bislang gibt es keine öffentliche Folgenabschätzung, kaum Diskussion in der Öffentlichkeit zu den umfassenden Plänen der 7 Verordnungen und keine Simulation darüber, wie die Asylverfahrensverordnung in der Praxis wirken würde.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 09 Jun 2023 09:20:38 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-3NEU: Sicherer Hafen Berlin: Zugangswege ermöglichen, Asylrecht bewahren</title>
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                        <author>Markus Schopp (KV Berlin-Mitte)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/LA2023-2/motion/58084</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bündnis 90/Die Grünen Berlin lehnen die Pläne der Bundesregierung ab, sogenannte verpflichtende Grenzverfahren unter haftähnlichen Bedingungen für Asylsuchende einzuführen, im Rahmen des EU-Asyl- und Migrationspakts die Rechte schutzsuchender Menschen massiv einzuschränken und anderen EU-Staaten wie Ungarn zusätzliche Möglichkeiten für Asylrechtsaushöhlung zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Berlin hat im vergangenen Jahr zehntausende Geflüchtete aus der Ukraine sowie aus anderen Konflikt- und Krisenregionen willkommen geheißen, aufgenommen und versorgt. Das war eine große humanitäre Leistung sowohl der Zivilgesellschaft wie auch der Berliner Verwaltung. Um die Aufgabe der Unterbringung und Versorgung schutzsuchender Menschen umfassend erfüllen zu können, benötigen die Länder weitere finanzielle Unterstützung des Bundes. Doch anstatt ihrer humanitären Pflichten angesichts vor Krieg und Verfolgung fliehender Menschen gerecht zu werden und die Länder ausreichend finanziell zu unterstützen, verhandelt die Bundesregierung auf EU-Ebene in Richtung einer massiveren Einschränkung des Asylrechts als bei dem sogenannten Asylkompromiss 1993, denn EU-Verordnungen müssen auch in Deutschland unmittelbar angewendet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aktuell auf EU-Ebene diskutierte Asylverfahrens-Verordnung sieht Grenzverfahren unter Haftbedingungen vor. Dabei geht es nicht um rechtsstaatliche Asylverfahren, sondern im Kern um Schnellverfahren und Zulässigkeitsprüfungen unter Anwendung der Fiktion der Nicht-Einreise, bei der zahlreiche Schutzsuchende ohne inhaltliche Prüfung der Asylgründe zügig wieder abgeschoben werden können. Das führt weder zu mehr Humanität noch zu mehr Ordnung, sondern zu weiterer Gewalt an den EU-Außengrenzen. Auch Berlin wäre bei bestimmten Personengruppen direkt betroffen, da die Grenzverfahren für alle Schutzsuchenden aus Ländern mit einer Anerkennungsquote von unter 15% verpflichtend werden. Dies würde auch Asylsuchende in Berlin betreffen, die in Haftlagern untergebracht werden müssten. Aus dem Ankunftszentrum in Reinickendorf würde so zum Beispiel ein Haftzentrum. Außerdem würden viele mühsam erarbeitete Verbesserungen bei den Asylverfahren von der Asylverfahrensverordnung überschrieben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir lehnen die Verhandlungsposition der Bundesregierung entschieden ab und fordern die Bundesregierung auf, ihre Position zu ändern und gemeinsam eine Position auf Grundlage des Koalitionsvertrags in Brüssel zu vertreten. Nachverhandlungen sind dringend erforderlich, denn gemeinsam mit der geplanten Ausweitung Sicherer Dritt- und Herkunftsstaaten und der Verschärfung der Dublin-Regelungen - zum Beispiel mit einer Überstellungsfrist von 3 Jahren - würde die Prioritätensetzung der Bundesregierung eine weitestgehende Aushöhlung des Rechts auf Asyl sowie der Genfer Flüchtlingskonvention ergeben. Damit wären auch die Möglichkeiten Berlins Asylsuchende menschenwürdig unterzubringen und faire, rechtsstaatlich und menschenrechtlich einwandfreie Verfahren zu ermöglichen, ernsthaft gefährdet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die Bundesregierung deshalb mit Nachdruck auf, ihre Verhandlungsposition zu ändern und sich für Verbesserungen des Asylsystems einzusetzen. Die Rechte Geflüchteter müssen gewahrt bleiben. Es liegen einige Verordnungen auf dem Tisch, beispielsweise die Aufnahmerichtlinie oder Qualifikationsrichtlinie, die das Asylsystem verbessern könnten. Doch der Plan, im Rahmen des Justiz- und Innenrates der EU am 8./9. Juni 2023 oder des EU-Rates am 29./30. Juni 2023 die Asylverfahrensverordnung oder weitere Asylrechtsverschärfungen zu beschließen, muss auf eine Ablehnung Deutschlands treffen. Bislang gibt es keine öffentliche Folgenabschätzung, kaum Diskussion in der Öffentlichkeit zu den umfassenden Plänen der 7 Verordnungen und keine Simulation darüber, wie die Asylverfahrensverordnung in der Praxis wirken würde.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Über die Medien von Bundesinnenministerin Nancy erfahren, dass die Bundesregierung auf EU-Ebene unter anderem sogenannte Grenzverfahren für Asylsuchende an den Außengrenzen, eine massive Ausweitung der angeblich &quot;sicheren&quot; Dritt- und Herkunftsstaaten sowie die Inhaftierung von Asylsuchenden fordert. Dies wäre ein Bruch mit der Geltung der Genfer Flüchtlingskonvention in der EU und ein Schlag ins Gesicht all derer, die seit Jahren für den Erhalt des Asylrechts und eine humane Geflüchtetenpolitik kämpfen. Zudem würden die sogenannten Grenzverfahren unter haftähnlichen Bedingungen auch in Deutschland und damit in Berlin Anwendung finden können. Die gesamte Entwicklung ist bitter, da mit der Ampel-Koalition die Hoffnung auf einen Wandel in der Geflüchtetenpolitik verbunden war. Es ist vollkommen inakzeptabel, dass unter Grüner Regierungsbeteiligung im Bund nun Grüne Kernpositionen aufgegeben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Völlig überraschend kommt nun hinzu, dass der Flüchtlingsgipfel am 10. Mai ein Bekenntnis zu den genannten auf EU-Ebene diskutierten Einschränkungen des Asylrechts enthält und damit eine Dynamik verstärkt wird, die in der weitgehenden Aushöhlung des Asylrechts in der EU zu enden droht. Dem müssen wir uns als Bündnis 90/Die Grünen Berlin entschieden entgegenstellen. Da der Beschlussvorschlag zum Flüchtlingsgipfel erst heute bekannt geworden ist und die mögliche Aufgabe Grüner Kernpositionen innerhalb der Bundesregierung droht ist eine Positionierung dringlich geboten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 10 May 2023 19:50:19 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B2: Kieu Ly Doan</title>
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                        <author>Kieu Ly Doan</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/LA2023-2/Kieu-Ly-Doan-29513/embeddedpdf?file=%2FLA2023-2%2FKieu-Ly-Doan-29513%2Fviewpdf%3FsectionId%3D27285"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 10 May 2023 14:37:43 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B1: Filiz Keküllüoğlu</title>
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                        <author>Filiz Keküllüoğlu</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/LA2023-2/Filiz-Kekulluoglu-6272/embeddedpdf?file=%2FLA2023-2%2FFiliz-Kekulluoglu-6272%2Fviewpdf%3FsectionId%3D27285"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 10 May 2023 14:35:17 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-3: Sicherer Hafen Berlin: Zugangswege ermöglichen, Asylrecht bewahren</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/LA2023-2/motion/58067</link>
                        <author>Markus Schopp (KV Berlin-Mitte)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/LA2023-2/motion/58067</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bündnis 90/Die Grünen Berlin lehnen die Pläne der Bundesregierung ab, sogenannte Grenzverfahren unter haftähnlichen Bedingungen für Asylsuchende einzuführen und im Rahmen des EU-Asyl- und Migrationspakts die Rechte schutzsuchender Menschen massiv einzuschränken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Berlin hat im vergangenen Jahr zehntausende Geflüchtete aus der Ukraine sowie aus anderen Konflikt- und Krisenregionen willkommen geheißen, aufgenommen und versorgt. Das war eine große humanitäre Leistung sowohl der Zivilgesellschaft wie auch der Berliner Verwaltung. Um die Aufgabe der Unterbringung und Versorgung schutzsuchender Menschen umfassend erfüllen zu können, benötigen die Länder weitere finanzielle Unterstützung des Bundes. Doch anstatt ihrer humanitären Pflichten angesichts vor Krieg und Verfolgung fliehender Menschen gerecht zu werden und die Länder ausreichend finanziell zu unterstützen, fordert die Bundesregierung auf EU-Ebene die massivste Einschränkung des Asylrechts seit dem sogenannten Asylkompromiss 1993.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aktuell auf EU-Ebene diskutierte Asylverfahrens-Verordnung sieht Grenzverfahren unter haftähnlichen Bedingungen vor. Dabei geht es nicht um rechtsstaatliche Asylverfahren, sondern im Kern um Zulässigkeitsprüfungen unter Anwendung der Fiktion der Nicht-Einreise, bei der zahlreiche Schutzsuchende ohne inhaltliche Prüfung der Asylgründe zügig wieder abgeschoben werden können. Das führt weder zu mehr Humanität noch zu mehr Ordnung, sondern zu weiterer Gewalt an den EU-Außengrenzen. Auch Berlin wäre direkt betroffen, da die Grenzverfahren für alle Schutzsuchenden aus Ländern mit einer Anerkennungsquote von unter 20% verpflichtend sein sollen. Dies würde auch Asylsuchende in Berlin betreffen, die unter haftähnlichen Bedingungen untergebracht werden müssten. Aus dem Ankunftszentrum in Reinickendorf würde so ein Haftzentrum.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir lehnen diese Vorhaben der Bundesregierung entschieden ab. Gemeinsam mit der geplanten Ausweitung Sicherer Dritt- und Herkunftsstaaten und der Verschärfung der Dublin-Regelungen sehen die Pläne der Bundesregierung eine weitestgehende Aushöhlung des Rechts auf Asyl sowie der Genfer Flüchtlingskonvention vor. Damit wären auch die Möglichkeiten Berlins Asylsuchende menschenwürdig unterzubringen und faire, rechtsstaatlich und menschenrechtlich einwandfreie Verfahren zu ermöglichen, ernsthaft gefährdet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die Bundesregierung deshalb mit Nachdruck auf, im Rahmen des Justiz- und Innenrates der EU am 8./9. Juni 2023 sowie des EU-Rates am 29./30. Juni 2023 die Asylverfahrens-Verordnung sowie weitere Asylrechtsverschärfungen abzulehnen und die Rechte Geflüchteter zu wahren.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Über die Medien von Bundesinnenministerin Nancy erfahren, dass die Bundesregierung auf EU-Ebene unter anderem sogenannte Grenzverfahren für Asylsuchende an den Außengrenzen, eine massive Ausweitung der angeblich &quot;sicheren&quot; Dritt- und Herkunftsstaaten sowie die Inhaftierung von Asylsuchenden fordert. Dies wäre ein Bruch mit der Geltung der Genfer Flüchtlingskonvention in der EU und ein Schlag ins Gesicht all derer, die seit Jahren für den Erhalt des Asylrechts und eine humane Geflüchtetenpolitik kämpfen. Zudem würden die sogenannten Grenzverfahren unter haftähnlichen Bedingungen auch in Deutschland und damit in Berlin Anwendung finden können. Die gesamte Entwicklung ist bitter, da mit der Ampel-Koalition die Hoffnung auf einen Wandel in der Geflüchtetenpolitik verbunden war. Es ist vollkommen inakzeptabel, dass unter Grüner Regierungsbeteiligung im Bund nun Grüne Kernpositionen aufgegeben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Völlig überraschend kommt nun hinzu, dass der Flüchtlingsgipfel am 10. Mai ein Bekenntnis zu den genannten auf EU-Ebene diskutierten Einschränkungen des Asylrechts enthält und damit eine Dynamik verstärkt wird, die in der weitgehenden Aushöhlung des Asylrechts in der EU zu enden droht. Dem müssen wir uns als Bündnis 90/Die Grünen Berlin entschieden entgegenstellen. Da der Beschlussvorschlag zum Flüchtlingsgipfel erst heute bekannt geworden ist und die mögliche Aufgabe Grüner Kernpositionen innerhalb der Bundesregierung droht ist eine Positionierung dringlich geboten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 10 May 2023 09:04:13 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-2: Umbenennung in LAG Europa</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/LA2023-2/motion/57994</link>
                        <author>LAG Europa</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Wir wollen die LAG Europa Berlin-Brandenburg in LAG Europa umbenennen.</em></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die LAG Europa Berlin-Brandenburg wurde als eine gemeinsame Landesarbeitsgemeinschaft gegründet, um europapolitische Programmatik und Meinungsbildung bei Bündnis 90 / Die Grünen in den Landesverbänden Berlin und Brandenburg voranzubringen. Aufgrund der engagierten Arbeit der LAG in Brandenburg, sowie des stetigen Mitgliederzuwachses, konnte sich nun eine eigenständige Landesarbeitsgemeinschaft im Landesverband Brandenburg etablieren. Wir begrüßen diese Entwicklung und beantragen nun die formale Trennung der beiden Arbeitsgruppen für Berlin und Brandenburg. Wir werden die gute und enge Kooperation der letzten Jahre weiter fortsetzen, um europapolitische Themen und Debatten in beiden Landesverbänden weiterhin ein Forum zu bieten. Wir freuen uns über die erfolgreiche Gründung der LAG in Brandenburg und auf die Fortsetzung unserer guten Kooperation.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 08 May 2023 11:35:42 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-1: Verlässliche Orte, gesellschaftliche Teilhabe, Ehrenamt – Ausbildung statt Abschiebung – Perspektive Berlin</title>
                        <link>https://berlin.antragsgruen.de/LA2023-2/Verlassliche-Orte-gesellschaftliche-Teilhabe-Ehrenamt-Ausbildung-s-60137</link>
                        <author>LAG Bildung (Beschluss 04.05.23)</author>
                        <guid>https://berlin.antragsgruen.de/LA2023-2/Verlassliche-Orte-gesellschaftliche-Teilhabe-Ehrenamt-Ausbildung-s-60137</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Berlin kommen vermehrt unbegleitete geflüchtete Jugendliche an, die lange Wartezeiten in Einrichtungen ohne Beschäftigung und Informationen zu ihren Perspektiven verbringen. Die Jugendlichen sind hoch motiviert und verfügen über eine mittelschulische Allgemeinbildung. Sie stellen eine Chance für Berlin und Berliner Unternehmen dar, wenn sie als Auszubildende, Nachwuchsfachkräfte und Mitbürger:innen integriert werden. Gleichzeitig gibt es über 2.000 unbesetzte Ausbildungsplätze in Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Wir halten es für notwendig, die sofortige Erfassung von unbegleiteten geflüchteten Jugendlichen in Einrichtungen sowie die Anzahl der freien Plätze für sie in Ausbildungszentren und Oberstufenzentren zu fordern.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Wir sehen die Notwendigkeit, die Nutzung von Werkstätten in Ausbildungszentren und Oberstufenzentren für geflüchtete Jugendliche auch außerhalb der Geschäftszeiten zu ermöglichen, um ihnen den Einstieg in die berufliche Bildung zu erleichtern.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Wir halten es für richtig, Unternehmen zu unterstützen, die geflüchtete Jugendliche als Auszubildende aufnehmen oder die Vorbereitung für eine Ausbildung begleiten. Dies kann beispielsweise durch finanzielle Anreize, Förderprogramme oder Beratungsangebote geschehen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Wir fordern die Einrichtung einer Task Force, die den Fortschritt der eingeleiteten Maßnahmen zur Teilhabe von unbegleiteten geflüchteten Jugendlichen in den Arbeitsmarkt begleitet und regelmäßig überprüft.</p></li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die berufliche Bildung für geflüchtete Jugendliche ist entscheidend für ihre erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft. Durch die Schaffung von Strukturen und Maßnahmen, die den Zugang zu Ausbildungsmöglichkeiten erleichtern, kann die Teilhabe dieser jungen Menschen gefördert werden. Die Task Force stellt sicher, dass die Maßnahmen effektiv umgesetzt und kontinuierlich optimiert werden. Momentan befinden sich rund 4000 unbegleitete, geflüchtete Jugendliche in Berlin.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 05 May 2023 11:46:28 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>