Die Förderung von Forschung und Lehre ist eine zentrale Aufgabe der Länder. Berlin kann und muss hier eigene Schwerpunkte setzen. Durch den gezielten Ausbau tierfreier Forschung, den Aufbau eines Innovationszentrums sowie entsprechende Studien- und Ausbildungsangebote schaffen wir konkrete Alternativen zu Tierversuchen und stärken den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Gleichzeitig ist auf Bundesebene absehbar, dass bestehende Tierschutzstandards unter Druck geraten: Statt die nationale Reduktionsstrategie für Tierversuche der Ampelkoalition umzusetzen, plant die CDU-geführte Bundesregierung ein eigenständiges s.g. „Innovationsgesetz“, das zentrale Schutzmechanismen des Tierschutzgesetzes schwächen würde. Berlin setzt dem eine klare Alternative entgegen, indem wir auf Landesebene tierfreie Forschung konsequent stärken und uns auf Bundes- und EU-Ebene für Transparenz, die verpflichtende Vorregistrierung sowie die rückblickende Bewertung aller Tierversuche einsetzen. So können auch die Tierversuchskommissionen in Berlin ihre Arbeit faktenbasierter durchführen.
So verbinden wir wissenschaftliche Innovation mit Verantwortung und eröffnen Studierenden und Forschenden zukunftsfähige Perspektiven, wie sie in anderen europäischen Ländern (z.B. Niederlande) bereits erfolgreich umgesetzt werden.