Bestehende öffentliche Sportflächen wie Basketballplätze, Calisthenics-Anlagen und Bolzplätze werden überwiegend von männlichen Jugendlichen genutzt1. Mädchen und junge Frauen nutzen diese Räume deutlich seltener, nicht aus mangelndem Interesse an Bewegung, sondern weil die Flächen in ihrer Gestaltung und sozialen Dynamik als männlich dominiert wahrgenommen werden und keine passenden Angebote bieten. Um öffentliche Sportflächen also für eine Vielzahl von Menschen attraktiv zu machen, müssen sie an den Bedürfnissen unterrepräsentierter Gruppen ausgerichtet werden - etwa durch offene Spielfeldgestaltung, vielfältige Sportangebote, Aufenthaltsbereiche zum Verweilen, sowie begleitende pädagogische Angebote – die Teilhabe von Mädchen und FLINTA-Personen wirksam erhöhen können.
1: "Caroline Criando Petez: Invisble Women - Exposing Data Bias in a World Designed for Men. London 2019".