Die Legacy einer Sportveranstaltung (langfristigen Auswirkungen) können nicht so pauschal beurteilt werden. Daher greift dieser Satzeinschub zu kurz. Die vergangenen Spiele in anderen Ländern haben gezeigt, dass die Effekte rund um die Preissteigerung nicht unbedingt dauerhaft sind. Eher sind die Wirkungen kurzfristig, wie z.B. auch bei anderen Großveranstaltungen wie Messen.
Es kann einen Katalysator Effekt für die Stadtentwicklung geben, durch den mehr Wohnraum geschaffen/ saniert wird und Verkehrsinfrastruktur ausgebaut wird. Diese Aufwertung kann in vereinzelten Vierteln dann zu höheren Preisen führen, muss aber nicht. Laut Studien sind steigende Wohnpreise aufgrund von Olympia kein Naturgesetz, sondern sind u.a. abhängig von zufälligen Trends. Ein kausaler Zusammenhang zwischen eröhten Mietpreisen und der ausrichtung Olypischer Spiele kann so pauschal nicht angenommen werden.
Im Gegenteil könnte man als Ausrichterstadt auch sozialen Wohnungsbau vorantreiben. Die Entwicklung hängt maßgeblich an der konkreten Umsetzung und politischen Steuerung, z.B. Nachnutzungskonzepte fürs olympische Dorf. Maßgeblich ist somit die örtliche Wohnungspolitik.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/verteuert-olympia-muenchen-den-wohnraum-faktenfuchs,UrCCCRP