Der Absatz behandelt mit der Nachverdichtung und dem Bauen im Bestand ein Thema, das für die stadtpolitische Diskussion von größter Relevanz ist. Die Diskussion in diesem politischen Feld ist sehr dynamisch und konfliktträchtig, daher müssen wir in der gebotenen Differenzierung darlegen, was unsere Positionen sind. Eine pauschale Befürwortung von Nachverdichtung ist aus heutiger Sicht nicht mehr angezeigt, weil bereits sehr viel nachverdichtet worden ist, und Projekte der Nachverdichtung zunehmend für eine Verschlechterung von Wohnqualitäten sorgen. Daher müssen wir die Nachverdichtung mit klaren Kriterien verbinden und zuvor ausgearbeitete Konzepte, bei denen eine frühzeitige Beteiligung von Bewohner*innen und Bezirkspolitik möglich war, zur Grundlage für entsprechende Projekte machen. Außerdem muss der Fokus weiterhin darauf liegen, bislang untergenutzte Flächen zu entwickeln und zu verdichten - Aufstockung und Dachausbau sind da in der Gesamtschau aller Quartiere nicht die wichtigsten Themen, sondern Supermärkte, Flachbauten und Parkplätze. Nicht zuletzt müssen wir uns auch bei Hochhäusern klar positionieren und verdeutlichen, unter welchen Bedingungen wir solche Planungen unterstützen, und was der Begriff "Gemeinwohl" an dieser Stelle bedeutet.
| Antrag zum Wahlprogramm: | Kapitel 2: Berlin hält zusammen |
|---|---|
| Antragsteller*in: | LAG Planen Bauen Wohnen Stadtentwicklung (dort beschlossen am: 14.01.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 16.01.2026, 14:56 |