Berlin steht vor erheblichen Herausforderungen: Klimakrise, eine veränderte geopolitische Lage mit neuen Kriegen und Konflikten und daraus folgenden Entwicklungen, wie Engpässen in der Energieversorgung, Angriffen auf kritische Infrastruktur, knappen Gütern, Inflation oder Geflüchteten-Bewegungen. Gerade der Klimawandel wird schwerwiegende Auswirkungen auf Berlin haben: Etwa stetig zunehmende Extremwetterereignisse wie Überflutungen, Dürren, viel zu heißes Wetter, knappes Grund- und Trinkwasser oder höhere Waldbrandgefahr in und um Berlin. Und die Temperaturen und damit die Gesundheitsgefahren steigen weiter. Hitze trifft nicht nur dafür besonders empfindliche Personen (z.B. chronisch Kranke, ältere Menschen, Schwangere, Obdachlose), sondern die Leistungsfähigkeit von uns allen und damit auch der Wirtschaft ebenso wie die der Stadtnatur, die touristischen Hotspots genauso wie die Kultur und das soziale Miteinander; so führen Hitzewellen zu mehr Aggressionen und entsprechenden Gewaltverbrechen.
Die Klimakrise verstärkt und beschleunigt die Krisen für unsere natürlichen Lebensgrundlagen: Wasserkrise, Baumsterben, Bodenerosion, Insektensterben, Gefährdung der Nahrungsversorgung und den Verlust der Biodiversität mit ihren zahlreichen lokalen bis weltweiten Auswirkungen wie etwa Pandemien.
Die Politik und die Verwaltung sind in neuer Qualität und neuem Ausmaß gefordert, sowohl akute Störungen/Schäden als auch systemische Krisen zu vermeiden, sich darauf vorzubereiten, sie aktiv zu bewältigen und Schäden durch besseren Wiederaufbau zu beseitigen.
Ein ehrlicher Blick auf die letzten Jahre und Zukunftsprognosen zeigt: Der beste Zeitpunkt zum Handeln war gestern, der zweitbeste ist jetzt! Wir müssen uns auf die kommenden Krisen vorbereiten – insbesondere mit Blick auf die kritische Infrastruktur – und an veränderte Lebensumstände anpassen. Es muss das vorrangige Ziel sein, die Berliner Stadtgesellschaft in die Lage zu versetzen, auf wahrscheinliche Krisenereignisse wie längere Dürre- und Hitzeperioden, Pandemien oder Katastrophenereignisse, wie Chemieunfälle, Angriffe auf die kritische Infrastruktur oder Überschwemmungen, zu reagieren.