Berlin verfügt über eine starke Wissenschafts- und Gründungslandschaft, scheitert aber häufig am Übergang von Forschung und Prototypen in skalierbare Anwendungen. Dieses „Transfer-Tal“ ist kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.
Die Bundesagentur SPRIND zeigt, dass operative, mission-orientierte Innovationsförderung ein wirksames Instrument sein kann, um genau diese Lücke zu schließen. Eine landeseigene Innovationsagentur würde dieses Prinzip auf die spezifischen Herausforderungen Berlins übertragen, gerade dort, wo Bundesinstrumente nicht greifen oder zu breit angelegt sind.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um den Aufbau einer weiteren Förderbürokratie, sondern um eine schlanke, operative Struktur mit klarem Auftrag: beschleunigen, erproben, anwenden. Die Agentur ergänzt bestehende Programme und stärkt deren Wirksamkeit, statt sie zu ersetzen.
Eine solche Innovationsagentur stärkt die industrielle Transformation, erhöht die Standortattraktivität Berlins und trägt dazu bei, dass öffentlich finanzierte Forschung schneller gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung entfaltet.