Demokratiebildung braucht historisches Orientierungswissen. Die Auseinandersetzung mit der deutschen Teilungs- und Transformationsgeschichte ist dafür unverzichtbar. Fachverbände und Einrichtungen wie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur betonen, dass insbesondere die Geschichte der SED-Diktatur nicht beliebig auswählbar ist, sondern grundlegend zur Vermittlung von Freiheitsrechten, Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Verantwortung beiträgt.
Auch überregionale Debatten machen deutlich, dass der Verlust verbindlicher historischer Grundlagen die politische Urteilskraft junger Menschen schwächt (FAZ: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/geschichte-der-ddr-soll-aus-oberstufe-verdraengt-werden-19139974.html ).
Aktuelle Berichte zur möglichen nur fakultativen Behandlung dieser Inhalte zeigen zudem, dass ohne eine klare Verankerung im Lehrplan zentrale historische Bezüge verloren gehen können (rbb24:
Für Berlin als Stadt mit ost- und westdeutscher Geschichte ist eine verlässliche Absicherung dieser Inhalte im Rahmenlehrplan daher von besonderer Bedeutung – unabhängig von tagespolitischen Entwicklungen.