Gute Schulen brauchen exzellentes Personal – das gilt primär für die Führungsebene. Die jüngsten Entwicklungen an Berliner Schulen, wie etwa an der Friedrich-Bergius-Schule, verdeutlichen: Die Schulleitung ist der entscheidende Faktor für das Schulklima und damit maßgeblich für den Bildungserfolg der Lernenden.
Die aktuellen Anforderungen an dieses Amt sind immens, während die Rahmenbedingungen oft hinter den Notwendigkeiten zurückbleiben. Um unter diesen Umständen Persönlichkeiten zu gewinnen, die eine Schule souverän und visionär führen, müssen wir die bisherigen Rekrutierungswege erweitern. Die klassische Beförderung über die Karriereleiter allein greift zu kurz. Wir müssen gezielt nach Menschen suchen, deren Führungspotenzial und pädagogisches Ethos sie für diese Aufgabe prädestinieren – auch wenn sie den klassischen Karriereweg bislang nicht aktiv verfolgt haben.
Eine Schule zu leiten ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die jedoch dort erfüllend wirkt, wo gemeinsam mit dem Kollegium Konzepte umgesetzt werden, die Schüler:innen nachweislich voranbringen. Das gegenwärtige System setzt jedoch stark auf extrinsische Anreize (Status und Besoldungsgruppe). Um die Qualität der Berliner Schulen nachhaltig zu sichern, muss die Personalgewinnung proaktiver werden: Wir müssen verstärkt intrinsisch motivierte und gestaltungswillige Persönlichkeiten identifizieren und für diese Schlüsselpositionen gewinnen.