Die beschriebenen Maßnahmen zielen darauf ab, Schulen zu befähigen, Kinder und Jugendliche umfassend auf eine komplexe digitale Informationswelt vorzubereiten. Dafür reicht es nicht aus, Medienkompetenz als isoliertes Zusatzangebot neben den bestehenden Fächern zu vermitteln. Digitale und mediale Herausforderungen durchziehen heute nahezu alle Lebens- und Bildungsbereiche – entsprechend müssen sie auch im Unterricht fächerübergreifend verankert sein.
Wenn Schüler*innen lernen sollen, Desinformation zu erkennen, Quellen kritisch zu prüfen und digitale Technologien verantwortungsvoll zu nutzen, benötigen sie regelmäßige, konkrete Anwendungssituationen in verschiedenen Kontexten: im Kunstunterricht bei der Analyse manipulierter Bilder, in Mathematik bei der Auseinandersetzung mit statistischen Verzerrungen oder in Geschichte beim Studium propagandistischer Kommunikationsformen. Erst durch diese Einbettung in unterschiedliche Fächer entsteht ein tiefes Verständnis dafür, wie Informationen entstehen, wie sie wirken und wie sie kritisch bewertet werden können.
Insgesamt entsteht so ein Bildungsansatz, der kritisches Denken, digitale Souveränität und Medienbewusstsein nicht nur vermittelt, sondern als selbstverständlichen Bestandteil schulischer Bildung etabliert – und damit einen wichtigen Beitrag zu einer widerstandsfähigen demokratischen Kultur leistet.