Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, erleben häufig, dass sich ihr Leben radikal ändert. Sie erleben nicht nur Einschränkungen aufgrund der veränderten körperlichen oder mentalen Lage, sondern auch dadurch, dass sie ihren Tagesablauf an Dienstplänen ausrichten und erleben müssen, dass andere darüber entscheiden, welche Bedürfnisse "notwendig" oder "angemessen" sind. Eine menschenwürdiges Pflegepolitik muss diese externen Einschränkungen auf ein Minimum reduzieren.
Darüber hinaus muss anerkannt werden, dass pflegebedürftige Menschen auch dann zur Gruppe der Menschen mit Behinderungen gehören, wenn die Pflegebedürftigkeit erst im hohen Alter eintritt, und unter Umständen auch Leistungen zur Teilhabe benötigen-. In solchen Fällen müssen beide Leistungen gut aufeinander abgestimmt werden.