Menschen, die Diskriminierung erleben, leiden deutlich öfter an psychischen Erkrankungen. So sind z.B. LSBTIQ*-Menschen in Deutschland fast dreimal häufiger von Depressionen und Burnout betroffen als die restliche Bevölkerung und leiden häufiger unter Angststörungen. Dies betrifft insbesondere trans* Personen.
Auch Menschen, die regelmäßig rassistische Diskriminierung erleben, erleben schwere Belastungen wie Angespanntheit, Wut, Hilflosigkeit und Angst, was zu psychische Erkrankungen wie Angst- oder Schlafstörungen oder Depressionen führen kann. Neben individuellen rassistischen Diskriminierungserlebnissen im Alltag wie z.B. sogenannte Mikroaggressionen, spielt vor allem kontinuierliche strukturelle rassistische Diskriminierung dabei eine Rolle („Minoritätenstress“).
Eine ganzheitliche psychische Versorgung von Kindern und Jugendlichen muss daher sensibel mit Diskriminierungserfahrungen umgehen und diese in ihre Unterstützungsangebote mit einbeziehen.