Präzisierung: In der urspünglichen Version ist es so formuliert, dass Hausaufgaben weiterhin gegeben werden können und lediglich Zeit in der Schule eingeräumt wird, um diese zu erledigen. Im Änderungsvorschlag wird auf das bewährte Konzept der Lernzeiten im Rahmen des Ganztagsangebots gesetzt. In dieser Lernzeit sollen vertiefende Übungen gemacht werden können. Aufgaben, die zuhause erledigt werden müssen, soll es nicht mehr geben. Davon unbenommen sind individuelle Vorbereitungen auf Test und Klausuren, die weiter nach eigenem Ermessen stattfinden sollen.
Kinder brauchen Zeit zur Erholung und daher soll es außerhalb der Schulzeit keine schulischen Verpflichtungen geben. Außerdem fördern Hausaufgaben Bildungsungerechtigkeit, da soziale Ungleichheiten wie der zuhause zur Verfügung stehende Raum für das Erledigen der Hausaufgaben, familiäre Aufgaben wie die Betreuung von Geschwistern oder die Unterstützung der Eltern sowie Unterstützungsmöglichkeiten der Eltern beim Erledigen der Hausaufgaben hier massiv zum Tragen kommen. Bildungsgerechtigkeit kann es nur geben, wenn vertiefende Übungen unter Bedingungen gemacht werden, die es allen ermöglichen, diese auch zu schaffen. Dafür sind betreute Lernzeiten in der Schule eine gute Voraussetzung.