Der vorliegende Antrag wird von einem breiten Netzwerk an erfahrenen und engagierten Wildnispädagog:innen getragen.
Natur ist für Menschen kein Luxus, sondern ein zentraler Erfahrungs- und Bildungsraum. Gerade für Kinder und Jugendliche ist das unmittelbare Erleben von Natur entscheidend für eine gesunde Entwicklung. Vielfältige, lebendige Umgebungen fördern Konzentration, emotionale Stabilität und Lernfähigkeit. Fehlen diese Erfahrungen dauerhaft, kann dies zu Stress, psychischen Belastungen und Entwicklungsproblemen führen – ein Phänomen, das zunehmend auch in Städten sichtbar wird.
Zeit in der Natur wirkt nachweislich stressreduzierend, stärkt das seelische Wohlbefinden und fördert soziale Kompetenzen. Natur vermittelt zugleich Verlässlichkeit und Wandel und hilft jungen Menschen, sich selbst besser zu verstehen, mit Unsicherheiten umzugehen und innere Stabilität zu entwickeln. Natur- und Wildnispädagogik setzt genau hier an: Sie stärkt die Beziehung zur Umwelt, zu sich selbst und zu anderen Menschen. Diese emotionale Verbindung ist eine zentrale Voraussetzung für nachhaltiges Handeln, denn Menschen schützen, was sie kennen und wertschätzen.
Wildnispädagogische Ansätze fördern Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein und Resilienz. Sie unterstützen Kinder und Jugendliche darin, eigenständig zu denken, kooperativ zu handeln und sich als wirksame Akteur:innen in einer sich wandelnden Gesellschaft zu erleben. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit, Klimabewusstsein und demokratischer Handlungsfähigkeit – und sind ein unverzichtbarer Bestandteil zukunftsfähiger Bildung in Berlin.