Seit 2010 hat das Land Berlin für jeden Bezirk eine dieser Einrichtungen aufgebaut. Damit hat Berlin bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal:
Die bezirklich organisierten Berliner Kontaktstellen PflegeEngagement (KPEn) bieten ein ergänzendes Angebot zu den auch in anderen Bundesländern bekannten Pflegestützpunkten an. In diesen Kontaktstellen geht es schwerpunktmäßig um die Beratung von Pflegebedürftigen selbst sowie ihren Angehörigen. Dazu gehören psychosoziale Entlastungsgespräche und in der Beratungstätigkeit u.a. um die ggf. notwendige Weitervermittlung an andere Dienste / Träger. Andere zentrale Aufgaben sind die bezirkliche Kooperation mit den ortsansässigen Pflegestützpunkten und andere bezirkliche Kooperationen (insb. mit den Bezirksämtern), Schnittstellenaufgaben allgemein sowie die Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, die Förderung ehrenamtlichen Engagements (v.a. Aufbau von Besuchsdiensten) und die Begleitung von Selbsthilfegruppen (hier treffen sich vorrangig pflegende Angehörige von Demenzkranken) und ergänzende Strukturen wie zB die Koordination von örtlichen Spaziergangsgruppen.
In Bezug auf die Honorarmittel gilt: Die Durchführung von Informationsveranstaltungen zu wichtigen und aktuellen Themen wie beispielsweise Pflege 4.0, elektronische Patientenakte (ePA), Schutz vor "Enkeltricks" sowie ein breites Angebot an Gesundheitsvorträgen allgemein stellen ein wichtiges ergänzendes Angebot dieser Einrichtungen dar. Damit bündeln die Kontaktstellen PflegeEngagement Dienstleistungen in den Bereichen Beratung, Entlastung und Information. So finden Hilfesuchende Anlaufstellen, die zentrale Hilfsangebote aus einer Hand anbieten können.