| Veranstaltung: | FLINTA-Vollversammlung 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 5 Verschiedene Anträge |
| Antragsteller*in: | LAG Graue Igel Berlin (dort beschlossen am: 10.06.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 10.06.2026, 22:54 |
V1: Barrieren abbauen, Teilhabe stärken
Antragstext
Wir Bündnis-Grünen engagieren uns für eine menschliche Gesellschaft, die alle
mitnimmt, Mitwirkung niedrigschwellig ermöglicht und so den Zusammenhalt stärkt.
Die Bedingungen dafür sind noch nicht ideal: Der öffentliche Raum und die
öffentlichen Verkehrsmittel sind an vielen Stellen nicht barrierefrei, Fahrten
zu Veranstaltungen können viel Zeit kosten.
Das hält Ältere und Menschen mit eingeschränkter Mobilität oft von der Teilnahme
ab, ebenso Familien - vor allem Frauen - mit Fürsorge-Aufgaben.
Wir Grüne arbeiten daran, dass Teilhabe immer besser möglich wird:
- durch Abbau von Barrieren, seien sie physisch oder digital
- durch kostenfreie Teilhabemöglichkeiten, um keine*n aufgrund knappen
Geldes auszuschließen
- durch zeitsparende Angebote, die auch für Menschen mit einem vollen
Terminkalender geeignet sind.
Wir wollen Vorbild sein und verbessern deshalb ständig unsere eigenen
Organisationsformen und Strukturen. Deshalb nehmen wir uns vor:
Wir sorgen dafür, dass eine hybride Teilnahme - also sowohl vor Ort als auch per
digitaler Zuschaltung - an den Sitzungen der wichtigsten Parteigremien möglich
wird. Das betrifft Landesdelegiertenkonferenz, Landesausschuss, FLINTA-
Konferenz, Landesparteirat, Landesfinanzrat und Diversity-Rat.
LDKen werden bereits gestreamt. Doch um aktiv dabei sein zu können, sollen auch
die Beteiligung an Diskussionen und das Abstimmen digital ermöglicht werden,
soweit es keine anderen gesetzlichen Vorschriften dazu gibt.
Die Chance, selbst auszuwählen, in welcher Form wir an einer Gremien-Tagung
teilnehmen, gibt uns Mitgliedern mehr Freiheit und ermöglicht es besonders den
Frauen, den Älteren und den Menschen mit Einschränkungen unter uns besser, aktiv
mitzuwirken.
Begründung
Fast alle von uns schätzen es sehr, wenn wir uns in der analogen Welt begegnen, wenn wir die Stimmung im Raum auch physisch spüren können und die Möglichkeit zu persönlichen Austausch vor oder nach einer Sitzung haben.
Doch oft ist die Zeit knapp und der Weg durch die Stadt kann manchmal genauso lange dauern wie die Sitzung selbst. Für Menschen mit Mobilitäts-Einschränkungen kann der Weg eine echte, manchmal unüberbrückbare Hürde darstellen.
Für viele von uns gibt es zu Hause auch parallel etwas zu tun: Care-Arbeit, die nicht immer durch die angebotene Kinderbetreuung aufgefangen werden kann, z.B. die Pflege von Angehörigen. Das betrifft offenbar immer noch vor allem uns Frauen, trotz sich ändernder Lebenskultur und Aufgaben-Teilung in den Familien. Es ist kein Zufall, dass es stets schwieriger ist, Frauen für die Mitarbeit in Gremien zu gewinnen als Männer.
Deshalb ist es nicht nur zeitgemäß, sondern auch eine Frage der Fairness, die Bedingungen für alle zu verbessern und echte Teilnahme an den wichtigen Gremien - mit Wortmeldungen und Abstimmungen – sowohl analog als auch digital zu ermöglichen.