| Veranstaltung: | LDK am 30. November 2024 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 9 Verschiedenes |
| Antragsteller*in: | Tim Junge (KV Berlin-Treptow/Köpenick) |
| Status: | Unterstützer*innen sammeln (Berechtigung: Grünes-Netz-Nutzer*innen) |
| Angelegt: | 25.10.2024, 02:02 |
Chancen der Digitalisierung für Berlins Mobilität nutzen
Antragstext
Berlin ist Hauptstadt und kann für die vielen Besucher*innen aus Deutschland und der Welt
eine Avantgarde für Mobilitätsinnovationen sein. Die Strahlkraft vom Erleben spannender
Innovationen vor Ort ist nicht zu unterschätzen.
Die S-Bahn hat Berlin vor 100 Jahren ins Stromlinienfieber versetzt, in der Elektrizität ein
Zeichen des Wohlstands und Fortschritts war - weg von den dreckigen fossilen Energien, hin
zu sauberem Strom. 100 Jahre später sind Digitalisierung und KI die Nachfolge darauf. Der
Nahverkehr und die öffentliche Mobilität damals war Innovationstreiber, heute sollte es das
wieder werden.
Dieser Antrag fokussiert sich darauf, dass wir in der Mobilitäts- und Stadtplanung
konsequent neue Technologien in Betracht ziehen wollen, die vor allem der Effizienz des
Umweltverbundes zugute kommen und die alltägliche Mobilität in Berlin verbessern sollen.
Themenbereich: Digitalisierung und neue Technologien
Smarte Ampelsysteme bei neuen Ampeln
- Neue Ampelanlagen sollten möglichst mit smarten Ampelsystemen ausgestattet sein.
Bestehende Ampelanlagen sollten sukzessive umgerüstet würden, sofern Bedarfe dafür
bestehen, etwa, um folgende Vorteile nutzen zu können:- Fahrzeuge des Nahverkehrs und Mobilität ohne Auto (zu Fuß, Fahrrad, E-
Scooter...) können und sollten grundsätzlich Priorität über Autoverkehr
bekommen. - Smarte Ampelsysteme können auf Kontext reagieren. Mit zunehmenden Regen sollte
sich die Priorität für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen bis stark
erhöhen, sodass diese nicht lange im Regen stehen müssen. Bei Nacht leicht
erhöhte Priorität im Sinne der gefühlten Sicherheit. - Notfallmodus für RTWs, Feuerwehr und Polizei, das den Verkehrsfluss so
optimiert, umleitet oder stoppt, sodass Notfallwagen möglichst freie Fahrt
haben. Das könnte nicht nur potentiell Leben retten, wo jede Sekunde zählt.
Sonder es kannn auch schon nachts helfen, weniger Folgetonhörner nutzen zu
müssen, was folglich zu wenigerRuhestörungen führen könnte. Außerdem könnte es
die Unfallgefahr bei Einsätzen verringern. - Verkehrsflussoptimierungen für Autos und andere motorisierte Individualverkehre
sparen Energie und Frust.
- Fahrzeuge des Nahverkehrs und Mobilität ohne Auto (zu Fuß, Fahrrad, E-
Digitale Tickets nicht zu Lasten der Fahrgäste
- Berlin soll sich u.a. beim VDV eTicket für Lösungen einsetzen, die mehrere
Möglichkeiten des digitalen Tickets gleichzeitig zulässt (z.B. Chipkarte und
Handyticket gleichzeitig, Ticketverknüpfung über ePerso).
- Sofern es keine Auflademöglichkeiten im Fahrzeug oder an Haltestellen gibt, sollte bei
einem leeren Handy und rein digitalen Ticket die Bearbeitungsgebühr bei der
Fahrpreisnacherhebung entfallen.
- Es sollen öffentliche Ladestationen an gut frequentierten an S- und U-Bahn-, Tram- und
Bus-Haltestellen angebracht werden. Präferiert USB-C + kabellos.
Sharing-Systeme nutzen und mitdenken
- Sharing Systeme mit Fahrrädern und E-Scootern sind ein Gewinn für Mobilität ohne Auto.
Sie können dort Lücken füllen und aufzeigen, wo der Nahverkehr hinterher hinkt und
können Linienfahrzeuge entlasten.
- Bei Infrastruktur ist es wichtig, diese mitzudenken, und bei Fahrradparkhäusern und an
stark frequentierten Stationen gesonderte Orte zum Abstellen einzurichten.
- Wenn gewünscht unterstützen wir Universitäten und Hochschulen, Semestertickets mit
Sharing-Optionen auch über die Testphasen hinaus zu behalten.
Live-Informationen
- Für alle Fahrgäste sollten möglichst viele Live-Daten akkurat und verlässlich zur
Verfügung gestellt werden: GPS-Position, Fahrzeugauslastung, Servicezustand (z.B.
Ausfall von Toiletten oder Störungen beim Fahrgastinformationssystem), eingesetztes
Fahrzeugmodell (präferiert mit Seitenansicht des Fahrzeugs in der App zur einfachen
Identifikation) und etwaige Ausstattung und Einschränkungen mit dem Modell.
- Auch verfrühte Abfahrten von Fahrzeugen müssen unbedingt in allen gängigen
Mobilitätsapps angezeigt werden. Davon ausgehend, dass in der Stadt viele Menschen
erst kurz vor Abfahrt erscheinen, kann eine verfrühte Abfahrt durch das Verpassen des
Fanrzeugs eine wesentlich stärkere Verspätung auslösen, als eine Verspätung um wenige
Minuten.
- In neuen sowie redesignten Trams und Bussen sollten Live-Kartenanzeigen für eine
verbesserte Orientierung verbaut sein und angezeigt werden.
- Per App sollte im gesamten VBB das Warten von Anschlüssen angefragt werden können,
sofern sich dadurch sonst bei den jeweiligen Fahrgästen eine signifikante Verspätung
(+30min) ergeben würde. Bisher können nur Zugbegleiter*innen durch Kontakt zur
Disposition Umstiegswünsche und Warten direkt anfragen.
Barrierefreiheit
- Bei vielen Haltestellen lässt sich nur visuell in der echten Welt basierend auf der
Beschilderung erahnen, die häufig nicht ausreichend Informationen bietet, wo die
Fahrzeuge abfahren sollen. Besonders betroffen ist der Ersatzverkehr, dort braucht es
dringend Besserung. Neben besserer analoger Beschilderung, können vor allem digitale
Angebote Abhilfe schaffen. Vor allem seheingeschränkten Personen wird damit sehr
geholfen.- In allen gängigen Apps sollte der Abfahrtsort der Fahrzeuge möglichst akkurat
dargestellt werden, bis auf den Meter genau, idealerweise mit der Länge des
Fahrzeugs. - Polygone oder grobe 3D-Modelle von Stationen in der Kartenansicht können die
Navigation erleichtern und Apps erlauben, genauere Wegbeschreibungen zu geben. - AR-Visualisierungen der Wege und Umstiege können helfen, sowie Hilfe über
Audiowegbeschreibung basierend auf der Position.
- In allen gängigen Apps sollte der Abfahrtsort der Fahrzeuge möglichst akkurat
- Gehörlose Personen, Musikhörende oder Menschen, die kein Deutsch oder Englisch können,
verpassen den Inhalt von Durchsagen. Hier könnte mit KI-Technologie in den Apps der DB
und BVG eine Live-Transkription und Live-Übersetzung mit Sprachausgabe von planmäßigen
(Haltestellen, Umstiegsinformationen...) und unplanmäßigen (Ansagen des/der Fahrer*in
oder Zugbegleiter*innen) Durchsagen erfolgen. Wünschenswert wäre es, wenn per Option
nur relevante Informationen angezeigt werden.
- Ein Haltewunsch sollte per App möglich sein, ohne den "Stop"-Knopf drücken zu müssen.
Mobilitätseingeschränkte Personen haben damit Probleme, vor allem dann, wenn das
Fahrzeug sehr voll ist.
Mobilitatsdaten effektiv sammeln und clever nutzen
- Mobilitätsdaten der öffentlichen Mobilität sollten möglichst präzise, aber mit hohen
Sicherheitsauflagen gesammelt werden. Mobilitätsdatenmärkte sind potentielle
Sicherheitsgefahren und gilt es zu unterbinden.
- Mobilitätsströme sollten, sofern sie anonymisiert und gebündelt genug sind, um keine
privaten Rückschlüsse ziehen zu können, öffentlich einsehbar sein und in regelmäßigen
Abständen (zB. jeden Tag) aktualisiert werden. Nur behördlich genehmigte Stellen
sollten Einblicke in nicht gebündelte Mobilitätsströme erhalten können, um Nahverkehr
zielgenauer und schneller planen zu können. Eine öffentliche Einsicht erleichtert es
Verbänden vor Ort, bei starker Auslastung handfeste Argumente für bessere Anbindungen
und Frequentierungen zu finden.
- Akkurate Datensätze sollten etwa genutzt werden können, um langfristige und
kurzfristige Entscheidungen zu unterstützen. Linien können schneller, genauer und mit
weniger Umstiegen geplant werden. Ein großes Ziel ist dieBeschleunigung von Planungen
von neuen oder geänderten Linienführungen.
- Nahverkehrspläne und Verkehrsverträge sollten eine Baseline für Nahverkehre abbilden,
an der nicht zu rütteln ist. Darüber hinaus könnten aber perspektivisch mit autonomen
Fahrzeugen und Echtzeitdaten im Falle von erwarteter oder aktueller hoher Auslastung
Verstärkerverkehre automatisch zugeschaltet werden, die im Falle von Bussen direktere
Routen nehmen können (von Hotspot zu Hotspot ohne Zwischenstops), was unabhängig von
den Planungen im Nahverkehrsplan basieren kann. Darauf wollen wir hinarbeiten.
- Perspektivisch könnten durch akkurate Auslastungsdaten außerdem gesetzliche
Mindeststandards an Fahrzeugauslastungen formuliert werden. Beispiel: fährt eine Linie
regelmäßig mit mehr als 100% Kapazität (rechnerisch keine Sitzplätze verfügbar) muss
Abhilfe geschaffen werden, sonst drohen automatisch Vertragsstrafen.
- Bewusstsein für nachhaltige Datennutzung schaffen: Daten spiegeln nicht die gesamte
Realität wider, sondern sind ein Auszug. Es fehlen diverse Gesichtspunkte wie
Prognosen von Mobilität (Beispiel: ein neues Schuljahr beginnt und die Adressen von
Schüler:innen können vorab abgefragt werden oder ein Großevent steht bevor),
Stadtentwicklung (Erschließung von Stadtgebieten und Entwicklung von neuen
Wohngebieten mit ÖPNV-Anbindung) und politische Gestaltung. Diese und andere
Gesichtspunkte können integriert werden, sollten aber keinen Anspruch auf ein
vollständiges Abbild der Realität haben und so sollte damit auch nicht umgegangen
werden.
- Kameras an Bussen und Trams können für Fahrassistenzsysteme genutzt werden und sollten
wie in Wiesbaden genutzt werden können, um Falschparker*innen durch manuelle Auslösung
in einem automatisierten Prozess zur Anzeige bringen zu können. Es wäre auch denkbar,
den Zustand der Straßen damit zu erfassen.
Magnetbahntechnologie als Option erwägen
- Magnetbahnen im Nahverkehr haben verschiedene Vorteile, etwa dass sie sehr leise sind,
ressourcen- und energiesparend durch wenig Reibung sind, durch höher mögliche
Steigungen flexiblere Trassierungen zulassen und von Beginn an für autonomes Fahren
ausgelegt sind. Die bestehenden Systeme teilen diese Eigenschaften nicht, deshalb
sollten die Unterschiede bei Gegenüberstellungen nicht vernachlässigt werden.
- Ob und wo eine Magnetbahn in Berlin gebaut wird, sollte sich dadurch entscheiden, ob
sich bei Machbarkeitsstudien Vorteile gegenüber anderen Lösungen ergeben, etwa im
Kosten-Nutzen-Verhältnis und bei Nachhaltigkeitsaspekten. Damit das beurteilt werden
kann, braucht es vorab zunächst möglichst objektive Untersuchungen dazu. Deshalb
unterstützen wir eine Machbarkeitsstudie und halten uns Magnetbahnen als Option offen.
Nichtsdesotrotz bleibt für Kosten-Nutzen-Abwägungen bestehen, dass der Aufbau eines
neuen Verkehrssystems teuer wäre und viel Aufwand braucht. Das muss in Anbetracht
aller Faktoren mitgerechnet werden.
Themenbereich: Autonome und Vollautomatisierte Verkehre
ETCS Level 2 anstelle Level 1 und vollautomatisierten
S-Bahn-Betrieb fördern
ETCS, in Berlin unter dem Namen "ZBS" (ETCS mit Anpassungen für Berliner S-Bahn), ist auf
Level 2 und 3 die Grundlage für vollautomatisierten Schienenverkehr und geringere
Blockabstände, was höhere Kapazitäten ermöglicht. Aktuell wird vor allem ZBS basierend auf
ETCS Level 1 eingebaut. Das ist perspektivisch teurer, da mehr Balisen verlegt werden müssen
und vollautomatisierter Betrieb darüber voraussichtlich nicht möglich sein wird, was eine
Umrüstung unausweichlich macht.
- Die Berliner S-Bahn sollte möglichst vollständig und zeitnah auf ETCS Level 2 (mit
Berliner Anpassung) ohne Signale umrüsten, damit die Kosten für die Instandhaltung der
Signale reduziert werden können und eine vollautomatisierung ermöglicht wird. ETCS-
Umrüstungen sind nicht günstig, deswegen sollten die Vorteile darauf so gut wie
möglich genutzt werden.
- Das vollautomatisierte, fahrerlose Fahren sollte möglichst zügig vorbereitet werden.
Berlin sollte aktiv die Entwicklungen in Hamburg und Stuttgart um vollautomatisierte
S-Bahn-Verkehre verfolgen und aus den Ergebnissen eigene Projekte starten. Der
Nachteil bei Schienenverkehren ist, dass obwohl das vollautomatisierte Fahren dort
einfacher umzusetzen wäre, streckenseitige Infrastruktur dafür benötigt wird, die über
mehrere Jahre bis Jahrzehnte eingebaut werden muss. Deshalb müssen wir uns dafür
einsetzen, dass damit jetzt angefangen wird, denn bis das fertig ist, ist die
Technologie für vollautomatisierte S-Bahn Verkehre bestimmt auch da.
CBTC und vollautomatisierte U-Bahnen fördern
- Ähnlich wie bei der S-Bahn braucht es für einen vollautomatisierten Betrieb von U-
Bahnen die gleisseitige Infrastruktur für eine kontinuierliche Kommunikation mit den
Fahrzeugen. Wir sollten uns dafür einsetzen, dass die Infrastruktur so ausgebaut wird,
dass fahrerloses Fahren ermöglicht werden kann.
Autonome Trams und Busse fördern
Trams und Busse brauchen in der Regel keine extra Infrastruktur für autonomes Fahren. Es
gibt zwar Varianten, etwa abgesteckte Areale und Strecken, an denen sich Fahreuge
orientieren, diese sind aber zu vernachlässigen. In Potsdam gab es bereits erste positive
Testläufe von Siemens mit autonomen Trams.
- Berlin geht pro-aktiv auf Unternehmen und BVG zu, um autonome Technologien bei Trams
und Bussen zu fördern und zu testen.
Autonome Shuttles beim Testlauf in 2025 unterstützen
BVG MuVa ist ein On-Demand Service der BVG. Er unterstützt etwa abgelegene Orte, letzte
Meilen oder geheingeschränkte Personen, etwa wenn ein Fahrstuhl ausgefallen ist und ein
stufenloser Einstieg nicht möglich ist.
Waymo von Google fährt in einigen US-Städten schon autonom als Taxi-Service. Nach eigenen
Angaben wurden dort 40 Millionen KM gefahren und bessere Sicherheitsstatistiken erzielt, als
von menschlichen amerikanischen Fahrer*innen.
- Ende nächsten Jahres (2025) sollen in Berlin die ersten autonomen Shuttles von MOIA
getestet werden. Wir sollten diesen Testlauf unterstützen und bei Schwierigkeiten nach
Lösungsansätzen suchen.
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Digitalisierung bei der Infrastruktur ist leider häufig teurer als herkömmliche
Technologien, bieten aber hohe Effizienzsteigerungen und im Endeffekt Wohlstandsgewinn für
die Gesellschaft.
Mit diesem Antrag sollen neue Technologien bevorzugt, aber nicht forciert werden. Unter
Abwägungen kann es sinnvoll sein, den Status-Quo beizubehalten. Das sollte allerdings
möglichst nicht die Regel sein.
Technologien entwickeln sich schnell und sind komplex, deshalb dient der Antrag vor allem
alsrichtungsweidenden Überblick, hat aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und
Richtigkeit. Unsere Abgeordneten sind dazu aufgefordert, nach bestem Gewissen unter allen
Abwägungen die Digitalisierung der Mobilität voranzutreiben.
Begründung
Dieser Antrag soll dazu einladen, Technologien für Mobilität richtungsweisend diskutieren zu können, als auch für andere Lösungen und Probleme zu inspirieren, die bisher wenig Wahrnehmung haben.
"Smart City"-Programme haben bundesweit das Problem, recht inkonkret zu sein. Mit diesem Antrag wollen wir vom Reden ins Machen kommen. Viele Jahre schon teile mit Freund*innen gemeinsame Verzweiflung, dass es im Alltag so wirkt, als ob in Deutschland konsequent auf alte Technologien gesetzt wird, während andere europäische und globale Länder an uns vorbeiziehen. Deutschland ist in der EU gerade Mal Platz 13 beim Digitalisierungsgrad.
Ohne in Technosolutionismus abdriften zu wollen, gibt es viele neuartige Technologien, die der alltäglichen Mobilität helfen können, die wahrscheinlich in 20 Jahren als selbstverständlich wahrgenommen werden könnten. Die entscheidene Frage ist, wo und wie die Trends beginnen, die andere inspirieren. Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Trends hier in Berlin beginnen, damit die Berliner*innen davon möglichst früh und lange in ihrem Leben profitieren können.
Wir alle profitieren von kürzeren Wegen, mehr Verlässlichkeit und weniger Frust, mehr Komfort und mehr Nachhaltigkeit im Nahverkehr.
Mit der Annahme des Antrags können wir uns darauf berufen, Digitalisierung nicht aus dem Blick zu verlieren und Berlin zu einer der fortschrittlichsten Städte für nachhaltige Mobilität zu machen.
Unterstützer*innen
- Niclas Christ (LV Grüne Jugend Berlin)
- Friedrich Ehrhardt (KV Berlin-Pankow)
- Gernot Lobenberg (KV Berlin-Tempelhof/Schöneberg)
- Arne Ludorff (KV Berlin-Kreisfrei)
- Stefanie Lucht (KV Berlin-Mitte)