Das LEA trifft wesentliche Entscheidungen über essentielle Fragen des Lebens von 700.000 Berliner*innen. (Berechnung nach https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/bevoelkerung/demografie/bevoelkerungsstand, Zahl der Berliner*innen ohne deutsche Staatsangehörigkeit abzüglich der Berliner*innen mit EU-Staatsangehörigkeit), knapp eine halbe Million Menschen wurden allein 2024 beim LEA vorstellig (siehe Statistik https://www.berlin.de/einwanderung/ueber-uns/presse/), 2025 sind es nach Angaben des Behördenleiters über 500.000 (siehe https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/11/lea-berlin-landeseinwanderungsamt-termine-terminvergabe-migrationsrat.html). Das macht das LEA zu der entscheidenden Behörde für fast 20% der Berliner*innen.
Die Entscheidungen betreffen zentrale Lebensbereiche der betroffenen Berliner*innen: die Möglichkeit zu arbeiten, zu studieren, mit der Familie zusammenzuwohnen sowie den Zugang zu Leistungen, Gesundheitsversorgung und Wohnraum.
Seit Jahren wird jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass der Zugang und die Bearbeitungszeiten die Funktionalität der Behörde infrage stellen, siehe hierzu etwa das Policy Paper des Migrationsrats Berlin aus dem November 2025: https://www.migrationsrat.de/policy-paper-fehlende-erreichbarkeit-des-landesamts-fuer-einwanderung-lea/
Selbst der Leiter des LEA bezeichnete die Behörde als am Rande der Dysfunktionalität
stehend, siehe hierzu https://www.tagesspiegel.de/berlin/wir-sind-an-der-grenze-zur-dysfunktionalitat-hilferuf-aus-deutschlands-grosster-auslanderbehorde-in-berlin-9982288.html und beschreibt im November 2025 die Terminvergabe oft als überlastet und spricht von einer "tendenziellen Überlastung", die mit "längeren Wartezeiten bei Terminanfragen in Einzelfällen" einhergehe und vor allem zu Semesterbeginn Studierende und Fachkräfte treffe. https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/11/lea-berlin-landeseinwanderungsamt-termine-terminvergabe-migrationsrat.html