Künstler*innen und Kreative verdienen nicht genug – nicht genug, um in Berlin leben zu können, nicht genug um Familien zu gründen, nicht genug um Altersvorsorge zu treffen.
Gleichzeitig werden in der Musik- Film-, und Gamesindustrie deutlich steigende Umsätze erzielt. Finanziert auch von Nutzer*innen in Deutschland, in Berlin. Streaming kostet immer mehr Geld, dagegen sind die Öffentlich-Rechtlichen wahre Schnäppchen und große Konzerte und Festivals sind für viele unerschwinglich geworden.
Games etwa, setzt in Deutschland knapp 10 Mrd. um. Mehr als die Hälfte für Spiele – davon fließt aber so gut wie nichts nach Deutschland, knapp 40% für Hardware und der Rest für Streaming … quasi nichts davon landet in Berlin.
Das Durchschnittseinkommen von selbstständigen Musiker*innen beträgt € 17.500,- im Jahr – dasind 66% des gesetzlichen Mindestlohns – während der CEO von Spotify ein Vermögen von über € 5.000.000.000,- angehäuft hat.
Politik hat es bisher nicht geschafft, die immer weiter auseinanderklaffenden Verhältnisse zu regulieren.
Da ist es für Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Berlin – der Kulturhauptstadt Deutschlands – wichtig, den Kreativen, der Freien Szene, den selbstständigen Künstler*innen zu signalisieren, dass sie das Problem erkannt haben und anpacken. So weit und so gut das von Berlin aus eben geht.
Was aber auf jeden Fall geht – etwas mehr Respekt, etwas mehr Augenhöhe herzustellen. Etwa bei der Anpassung der Kriterien in den Jobzentren, bei angemessenen Mindesthonoraren und bei der Weiterentwicklung der Kriterien der Künstlersozialkasse.