Der letzte Satz zu Alevit*innen wirkt aktuell wie ein Nachgedanke, ohne dass daraus Konsequenzen für die Maßnahmen gezogen werden. Die Anerkennung muss sich auch in den Programmen widerspiegeln. In Berlin leben 70.000 bis 80.000 Alevit*innen. Die Alevitische Gemeinde zu Berlin ist seit 2022 als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt – als erste nicht-christliche und nicht-jüdische Glaubensgemeinschaft in Berlin. Alevit*innen sind häufig von antimuslimischem Rassismus betroffen, weil sie von außen als muslimisch gelesen werden. Die bestehenden Maßnahmen gegen antimuslimischen Rassismus müssen daher für diese Vielfalt sensibilisiert werden. Darüber hinaus braucht es eine gezielte Förderung alevitischen Lebens: Die Gemeinde setzt sich seit langem für einen Lehrstuhl für Alevitische Theologie an einer Berliner Hochschule ein, um die Ausbildung von Lehrkräften und Geistlichen zu professionalisieren. Viele Angebote – werden bislang ehrenamtlich getragen und verdienen institutionelle Unterstützung.
| Antrag zum Wahlprogramm: | Kapitel 4: Berlin lebt Vielfalt |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Deniz Yildirim-Caliman (KV Berlin Tempelhof-Schöneberg) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 14.01.2026, 19:10 |