Die gesundheitliche Situation und die schulische Entwicklung vieler Jungen zeigen, wie groß der Bedarf an begleitenden Angeboten ist. Jungen nehmen nach wie vor deutlich seltener psychologische Hilfe in Anspruch nehmen – obwohl sie ebenso häufig von psychischen Belastungen betroffen sind wie Mädchen. Sie brechen außerdem häufiger die Schule ab und erleben diese oft als Ort des Scheiterns.Besonders Jungen mit Migrationsgeschichte stehen häufig unter einem doppelten Erwartungsdruck: zwischen Herkunft, Anpassung und widersprüchlichen Männlichkeitsnormen.
Gleichzeitig stehen Jungen unter der zunehmenden Einflussnahme maskulinistischer Influencer.. Um den demokratischen Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken ist Arbeit notwendig, die v.a. Jungen und jungen Männern eine grundlegende kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeitsanforderungen ermöglicht, von Anforderungen zu entlasten und die eigene Identität stärkt ohne Rückgriff auf gewaltvolle Geschlechterbilder. Es gilt Jungen in ihrer Abgrenzungs- und Kritikfähigkeit zu stärken und über Perspektivwechsel Empathie für Betroffene von Diskriminierung zu entwickeln.