Kollektiv verbindliche Beschlusslage von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Landesverband Berlin. Siehe https://berlin.antragsgruen.de/LDK24-2/Fur-Demokratie-Rechtsstaatlichkeit-und-Vielfalt-Gegen-den-radikalisi-43303 , Zeilen 71-77.
Wer wie Schwarz-Rot mit wirtschaftlichen Zwecken für das Recht zu Bleiben argumentiert, geht selbst dem Nützlichkeitsrassismus auf den Leim. Nicht nur Medien, auch Menschen, die es gut meinen, denen die Anti-Migrationspolitik der Merz-Regierung zu weit geht, die für die Brandmauer und gegen die AfD demonstrieren, begründen ihre Ablehnung von Abschiebungen mitunter mit Fleiß und Leistung hier und wirtschaftlichem Nutzen da. Deutschland brauche Fachkräfte! Sie zahlten doch Steuern und sicherten die Renten ab. Dieser Nützlichkeitsrassismus erhöht jedoch die Vulnerabilität und Ausbeutbarkeit am Arbeitsplatz – oft von denen, die ohnehin in besonders prekären Verhältnissen stecken. Mensch stelle sich vor: Nicht nur hängt bereits dein Aufenthaltstitel am Job – auch deine Fürsprecher*innen vermitteln dir, dass es dir in erster Linie deshalb zustehe, hier zu sein, weil du fleißig und freundlich bist. Es benötigt nicht viel Fantasie, um zu begreifen, dass diese Botschaft ebenjenes Selbstbewusstsein zersetzt, das es braucht, wenn man sich gegenüber Vorgesetzten behaupten oder mit anderen zusammentun will.
| Antrag zum Wahlprogramm: | Kapitel 4: Berlin lebt Vielfalt |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Mika Nyke Lou Aßhauer (KV Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 10.01.2026, 11:48 |