Die beantragte Abschnittsüberschrift „Gemeinsam in Berlin für eine Migrations- und Asylpolitik der humanitären Vernunft“ basiert in doppelter Hinsicht auf der Beschlusslage von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
1. LA-Beschluss „‚Listen to the Science!‘ Gemeinsam in Berlin für eine Migrations- und Asylpolitik der humanitären Vernunft“ vom 10.12.2025 (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Landesverband Berlin): https://berlin.antragsgruen.de/LA25-4/listen-to-the-science-gemeinsam-in-berlin-fur-eine-migrations-und-51354
2. BDK-Beschluss „Für eine Migrations- und Asylpolitik der humanitären Vernunft“ vom 16.11.2024 (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Bundesverband): https://antraege.gruene.de/50bdk/motion/3080
Aus Sicht der LAG Migration und Flucht Berlin ist es sehr wichtig, dass die von uns auf Landesebene auf den Weg gebrachte Beschlusslage Eingang in das Landeswahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Berlin findet.
Inhaltlich geht es um die programmatische Abgrenzung der Berliner Grünen gegenüber autoritär-populistischen Parteien wie der AfD einerseits und dem radikalisierten Konservatismus der CDU andererseits. Vgl. dazu im Einzelnen den LDK-Beschluss „Für ein Europa, das schützt. Den Plänen von CDU/CSU und AfD zur Abschaffung des Menschenrechts auf Asyl in Europa entschieden entgegentreten“ vom 04.05.2024: https://gruene.berlin/beschluesse/fuer-ein-europa-das-schuetzt-den-plaenen-von-cdu-csu-und-afd-zur-abschaffung-des-menschenrechts-auf-asyl-in-europa-entschieden-entgegentreten_3397; den LDK-Beschluss „Für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Vielfalt. Gegen die Entrechtung von Schutzsuchenden in Berlin“ vom 30.11.2024: https://berlin.antragsgruen.de/LDK24-2/Fur-Demokratie-Rechtsstaatlichkeit-und-Vielfalt-Gegen-den-radikalisi-43303; sowie den LA-Beschluss „’Listen to the Science!‘ Gemeinsam in Berlin für eine Migrations- und Asylpolitik der humanitären Vernunft“ vom 10.12.2025: https://berlin.antragsgruen.de/LA25-4/listen-to-the-science-gemeinsam-in-berlin-fur-eine-migrations-und-51354
Die international vergleichende Politikwissenschaft spricht in diesem Zusammenhang von einer neuen Konfliktlinie (englisch: cleavage), die durch die Pole grün-alternativ-libertär (GAL) versus traditionell-autoritär-nationalistisch (TAN) markiert sei und quer zur traditionellen Links-rechts-Achse liegen würde. Globalisierung im Allgemeinen sowie internationale Migration und Flucht im Speziellen würden dabei „nicht nur ökonomische Ungleichheit [produzieren], sondern auch grundlegende Auseinandersetzungen darüber [auslösen], wie in der ‚postnationalen Konstellation‘ (Habermas 1998) der Demos zu definieren ist, wie durchlässig Grenzen sein und ob politische Entscheidungen national oder supranational getroffen werden sollten.“ Die Politikwissenschaftler Armin Schäfer und Michael Zürn weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die evidenzbasierte Migrations- und Asylpolitik der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den genauen Gegenpol zum rechten Populismus der AfD bilden würde und entsprechend kommuniziert werden müsse, um Wahlen im Land Berlin und anderswo gewinnen zu können. Vgl. dazu im Einzelnen Armin Schäfer und Michael Zürn (2021): Die demokratische Regression. Die politischen Ursachen des autoritären Populismus, Berlin: Suhrkamp, hier: S. 75-76.
Gemeinsam in Berlin für eine Migrations- und Asylpolitik der humanitären Vernunft! Dafür stehen wir und wollen wir in unserem Landeswahlprogramm werben!